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Artikel „Rambeck, Aegid“ von Johann Friedrich von Schulte in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 27 (1888), S. 202–203, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rambeck,_Aegid&oldid=- (Version vom 22. Januar 2020, 01:52 Uhr UTC)
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Rambeck: Aegid R. (auch Ranbeck geschrieben), geb. am 25. Januar 1608 zu München als Sohn des herzogl. Raths und Geheimsecretärs Balthasar R., † zu Scheiern am 11. October 1692. Er trat nach Beendigung seiner Vorstudien im J. 1626 in das Stift der Benedictiner zu Scheiern ein, legte am 12. December 1627 das Ordensgelübde ab, begab sich dann behufs der höheren Studien nach Ingolstadt, bei dem Anrücken der Schweden nach Oesterreich, wurde in Passau 1633 zum Priester geweiht, kehrte in sein Kloster zurück und wurde mit der Pfarrseelsorge betraut. Bereits im J. 1635 wurde er an der Universität zu Salzburg Professor der Poetik, am 14. September 1643 daselbst Dr. jur. can. und Professor des Kirchenrechts, später wirklicher Consistorialrath und zum Generalvicar des Bischofs von Chiemsee (Franz Vigil Graf v. Spaur) ernannt. Im J. 1751[WS 1] kehrte er in sein Kloster zurück und lebte seinen litterarischen Arbeiten, wiederholte Anträge einer Professur in Salzburg ablehnend. – Schriften: „Tabulae testamentariae ex utroque jure noviter excisae.“ Augsb. 1644. „Juris universi duae tabulae bimembres.“ Salisb. 1646. „Bivium fori contentiosi ex jure tam caesareo quam canonico litigantibus apertum.“ 1647. „Tertia fori content. via tam ex jure caes. quam can. laesis in judicio reclusa.“ 1648. „Disp. de solutionibus.“ 1648. „Epitome possessionum ac remediorum pro eisdem competentium.“ 1648. „Stylus beneficiorum feudalium.“ eod. „Pentecolon successionis ab intestato.“ 1649. „Asylum fori ecclesiastici.“ [203] Augsburg 1651. „Ternio quartarum legitimae, Trebell. et Falcid. cet.“ eod. „Panoplia immunitatis ac libertatis ecclesiasticae, qua se clerici aliaeque missae in sortem domini personae defendendae sint, contra quotidianos laicorum incursus ac violentias.“ 1666, eine der extremsten Vertheidigungen der geistlichen Immunität für den größtmöglichen Umfang. „Calendarium Benedict. seu vitae SS. Ord. S. Ben.“ 4 Bde. 1775.[WS 2] Dazu noch mehrere Casus für die Zuhörer aus dem röm. u. can. Rechte. Alle sind im Geschmacke der Zeit, für die Praxis nicht ohne Brauchbarkeit, wissenschaftlich ohne tiefere Bedeutung. Dazu treten noch handschriftliche und Erbauungsschriften: „Didascalia s. manuductio ad amorem divinum“; „Parasceve mortalitatis s. praeparatio ad mortem“.

Egger, Hier. ord. Ben. III. p. 3 d. 2. – Ziegelbauer, Hist. liter. I. 389, 554. II. 241. Hist. univ. Salisb. 285. – (Zauner), Biogr. Nachr. – Bibl. gén. des Ben. II. 448. – Kobolt, Gel.-Lex. S. 539, Nachtr. S. 257, 393. – Hallische Beitr. III. 69 f. – v. Schulte, Gesch. III. 1, 144.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Gemeint ist wohl: 1651 (?)
  2. Gemeint ist wohl: 1675 (?)