ADB:Rübesamen, August

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Artikel „Rübesamen, August“ von Hermann Petrich in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 53 (1907), S. 571–572, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:R%C3%BCbesamen,_August&oldid=- (Version vom 11. August 2020, 10:39 Uhr UTC)
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Rübesamen: Friedrich Wilhelm August R., Dr. theol., pommerscher Kirchenmann, geboren am 28. Januar 1823 in Frauenhof, Kr. Greifenhagen, † am 26. December 1893 in Möringen bei Stettin. Als Sohn eines Försters, der durch Wilddiebe seinen Tod fand, in freier Natur erwachsen und erstarkt, seit 1835 auf dem Marienstiftsgymnasium in Stettin vorgebildet, schon als Primaner sein Jahr bei der Artillerie abdienend, nach der Universitätszeit in Halle und Greifswald Hauslehrer in Vorpommern, wurde er am 18. Juni 1851 für sein erstes Amt, das Diakonat in Gingst auf Rügen ordinirt, von wo er Michaelis 1861 als Superintendent nach Franzburg in Vorpommern und Michaelis 1869 als Pastor nach Möringen bei Stettin versetzt wurde. Für jede praktische Bethätigung des geistlichen Berufes mit klarem Blick und glücklicher Hand ausgerüstet, wie sich u. a. bei Gründung und Unterhaltung des Franzburger Waisenhauses zeigte, verfügte er in hervorragendem Maaße über die Gabe der Leitung. Von 1878 ab wählte ihn daher die Pommersche Provinzialsynode sechs Mal zu ihrem Präses, 1879 die Generalsynode zu [572] ihrem Vicepräsidenten, 1893 die letztere auch zum Mitgliede der Agendencommission, in der er den Entwurf für den Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl zu bearbeiten hatte. Auch die theologischen Verhandlungen der Stettiner Festwoche hat er regelmäßig geleitet. Körperliche Rüstigkeit und geistige Auffassungsfähigkeit machten ihm ein schnelles und eindringendes Arbeiten leicht. Seiner festen und humorvollen Leitung ordneten auch Gegner sich bereitwillig unter. 1883 hatte ihn Greifswald mit der Doctorwürde geehrt. Die erste Gattin, eine Pfarrerstochter aus Rathebur bei Anklam, starb ihm bereits in Franzburg, die zweite und vier Söhne, davon einer aus erster Ehe, überlebten ihn. In der Frühe des 2. Weihnachtstages, nachdem er am ersten noch gepredigt hatte, erlag er einem Herzschlag.

(Sachse) D. A. Rübesamen, in: Bilder aus dem kirchlichen Leben in Pommern I, S. 303 ff. Stettin 1895 und Familienmittheilungen.