ADB:Röder von Diersburg, Philipp Freiherr

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Röder von Diersburg, Philipp Freiherr“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 29 (1889), S. 20, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:R%C3%B6der_von_Diersburg,_Philipp_Freiherr&oldid=- (Version vom 10. Juli 2020, 04:44 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Röder, Johann Paul
Band 29 (1889), S. 20 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Philipp Roeder von Diersburg in der Wikipedia
GND-Nummer 12847629X
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|29|20|20|Röder von Diersburg, Philipp Freiherr|Bernhard von Poten|ADB:Röder von Diersburg, Philipp Freiherr}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=12847629X}}    

Röder v. Diersburg: Philipp Freiherr R. v. D., großherzoglich badischer Generallieutenant, am 3. Juli 1801 zu Lahr geboren, 1816 bei der Leibgrenadier-Garde als Junker in den Dienst getreten, kam 1826, durch den Besuch der Allgemeinen Kriegsschule zu Berlin vorbereitet, in die Generaladjutantur und nach deren Aufhebung in den Generalstab. In diesen Stellungen war er besonders auch im Interesse des Militärbildungswesens thätig, von 1840–1844 bekleidete er die Stellung als Vorsitzender der Militärstudiencommission. In letzterem Jahre in den ausübenden Dienst zurückgetreten, führte er 1848 als Oberst die badische Feldbrigade, welche zur Theilnahme am Kampfe gegen Dänemark bestimmt war, nach den Elbherzogthümern; der Waffenstillstand von Malmö trat jedoch ein, bevor dieselbe zu kriegerischer Thätigkeit gelangt war. Von 1852–1856 befehligte er die badische Infanteriedivision. 1859 trat er als Commandant von Rastatt in den Ruhestand. Er starb am 27. Juli 1864 zu Lichtenthal bei Baden-Baden. Als Schriftsteller hat er sich Verdienste durch die Veröffentlichung mehrerer die militärische Vergangenheit von Fürsten aus der badischen Herrscherfamilie betreffender, auf gründlichem Quellenstudium beruhender Schriften erworben. Es sind dies: „Des Markgrafen Ludwig von Baden Feldzüge wider die Türken“, 2 Bände, Karlsruhe 1859; „Kriegs- und Staatsschriften des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden über den spanischen Erbfolgekrieg“, 2 Bände, von denen der 1. die Zeit von 1700 bis 1703, der 2. die Jahre 1704 bis zu des Markgrafen im J. 1707 erfolgtem Tode begreift, Karlsruhe 1850; „Denkwürdigkeiten des Generals der Infanterie, Markgrafen Wilhelm von Baden, aus den Feldzügen 1809 bis 1815“, Karlsruhe 1864, an denen dieser als „Graf von Hochberg“ seit 1812 an der Spitze des badischen Truppencorps Theil nahm.

F. v. Weech, Badische Biographien, 2. Theil, Heidelberg 1864.