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Artikel „Nasua, Suebenführer“ von Felix Dahn in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 23 (1886), S. 271, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Nasua&oldid=- (Version vom 21. November 2019, 13:24 Uhr UTC)
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Nasua, Suebenführer. Als Julius Caesar im J. 58 bereits den Beschluß gefaßt hatte, Ariovist (s. A. D. B. I, 528) anzugreifen, ward er zu rascher Ausführung dieses Planes unter anderem auch durch die Meldung der keltischen Treverer (um Trier) gedrängt, daß am rechten Rheinufer Schaaren aus den hundert Gauen der Sueben lagerten, unter Führung der Brüder N. und Kimber und sich anschickten, den Strom zu überschreiten. Caesar eilte nun, zu schlagen, bevor der König diese Verstärkungen an sich ziehen konnte. Auf die Nachricht von Ariovist’s Niederlage (zwischen Cernay und Nieder-Aspach im unteren Elsaß, westlich von Mühlhausen) zogen diese Sueben nach Hause, verfolgt von den Schützlingen Caesars, den Ubiern, die damals noch auf dem rechten Rheinufer (etwas oberhalb Köln) wohnten. N. wird nicht mehr genannt; die Sueben waren vermuthlich zum großen Theil Chatten, die beiden Brüder aber wohl gekorene „Herzöge“, d. h. Oberfeldherren für diesen Feldzug; dabei können sie Grafen, Richter einzelner suebischer Gaue gewesen sein, denkbarerweise auch Gaukönige, obzwar bei Chatten gerade Könige nicht begegnen; über den Namen s. J. Grimm, Geschichte der deutschen Sprache, 2. Auflage, Leipzig 1853, II, S. 486; vgl. Förstemann, Altdeutsches Namenbuch I, Nordhausen 1856, Spalte 952: zu gotisch nisan nasjan (genesen).

Quelle: Caesar, de bello Gallico. I, 37, 54. Litteratur: Dahn, Könige der Germanen I, München 1861, S. 104; die dort geäußerte Vermuthung, die Brüder möchten etwa Gefolgsführer gewesen sein, ist mit den hundert Gauen nicht so füglich wie die obige zu vereinen, indessen auch nicht ausgeschlossen, da doch schwerlich das ganze Volksheer aller hundert Gaue gemeint ist. – Vgl. Gerlach und Wackernagel, Germania 1835, S. 211.