ADB:Mosel, Friedrich Wilhelm von der

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Mosel, Friedrich Wilhelm von der“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 22 (1885), S. 357–358, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Mosel,_Friedrich_Wilhelm_von_der&oldid=- (Version vom 26. Februar 2021, 10:17 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Mosellanus, Petrus
Band 22 (1885), S. 357–358 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Friedrich Wilhelm von der Mosel in der Wikipedia
GND-Nummer 137572255
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|22|357|358|Mosel, Friedrich Wilhelm von der|Bernhard von Poten|ADB:Mosel, Friedrich Wilhelm von der}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=137572255}}    

Mosel: Friedrich Wilhelm von der M., preußischer Generalmajor, 1709 geboren, studirte, reiste, trat 1727 in den Dienst, focht in den schlesischen Kriegen, ward bei Hohenfriedberg verwundet und war 1758 Oberst, als er den Befehl erhielt, einen Transport von 4000 Wagen, darunter 818 mit Artilleriebedarf beladene, welcher Friedrich dem Großen die Mittel zur Fortsetzung der Belagerung von Olmütz bieten sollte, von Neiße zur Armee zu geleiten. Zu diesem Zweck wurdem ihm 8 Bataillone und 3000–4000, in 4 Bataillone gegliederte Reconvalescenten nebst 1100 Mann Cavallerie, im ganzen 11–12 000 Mann unterstellt; Feldmarschall Daun entsandte die Generale Laudon und Siskowics um den Transport abzufangen. Am 28. Juni geschah bei Nieder-Guntersdorf der erste Angriff; er wurde nach heftigem Kampfe zurückgewiesen. [358] Am 30. wurde er bei Domstadl, einem Städtchen 3 Meilen nordöstlich von Olmütz, erneuert und gelang vollständig, trotz des Eingreifens des vom Könige dem Transport entgegengesandten Zieten. Der größte Theil der Wagen wurde von den Oesterreichern genommen, die Bedeckung meist zersprengt oder zu Gefangenen gemacht. Die Folge davon war, daß der König die Belagerung aufhob. Der König muß ihm eine Schuld an dem Mißlingen der Unternehmung nicht beigemessen haben; als M. aber im folgenden Jahre bei Maxen in Gefangenschaft gerathen war und später um ein Canonicat bat, schrieb er ihm 1765: „das Canonicat hat er bei Maxsen verloren“. 1768 nahm er seinen Abschied und starb am 6. Februar 1777 zu Meurs.

Biographisches Lexicon aller Helden und Militärpersonen, welche sich in preußischen Diensten berühmt gemacht haben, 3. Theil, Berlin 1790. – E. v. St., der Feldzug in Mähren, Frankfurt a. M. 1858.