ADB:Mauvillon, Friedrich Wilhelm von

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Artikel „Mauvillon, Friedrich Wilhelm von“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 20 (1884), S. 714–715, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Mauvillon,_Friedrich_Wilhelm_von&oldid=- (Version vom 28. Februar 2021, 04:34 Uhr UTC)
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Mauvillon: Friedrich Wilhelm von M., preußischer Oberst, Sohn des braunschweigischen Oberst-Lieutenants Jacob Eleazar von M.[1], am 30. April 1774 geboren, erhielt schon frühzeitig durch die Bekanntschaft seines Vaters mit dem Prinzen von Oranien ein holländische Offizierpatent und legte dadurch den Grund zu seiner raschen Beförderung in dortigen Diensten, in Folge deren er mit dreißig Jahren Oberst war. 1803 sollte er den Oberbefehl in Niederländisch-Ostindien übernehmen; er war schon unterwegs dorthin, da erhielt er, der Verwickelungen in Europa wegen, Gegenbefehl. Er ward nun Divisionschef im Kriegsministerium, wo seine Hauptsorge der Artillerie zugewandt war. Nach Errichtung des Königreichs Westfalen wurde er, als geborener Unterthan desselben, für den dortigen Dienst reklamirt, aus welchem er 1813 in den preußischen trat. Er befehligte nun zunächst das Bergische freiwillige Jägerbataillon, wurde nach dem Kriege Landwehrbezirkscommandeur in Heiligenstadt, 1822 aber pensionirt und starb am 29. Juli 1851 zu Cleve, der letzte seines Stammes. M. war vielfach litterarisch thätig, namentlich redigirte er die „Militärischen Blätter“, Essen und Duisburg 1822–26, welche der darin enthaltenen Litteraturberichte und Recensionen wegen noch jetzt Werth haben, schrieb über das Schachspiel, mancherlei [715] Militärisches, holländische und deutsche Gedichte und über Zustände und Verhältnisse in den Niederlanden.

Neuer Nekrolog der Deutschen, 19. Jahrgang, 1. Theil, Weimar 1853.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 714. Z. 16 v. u. l.: Johann Jakob (st. Jak. Eleazar). [Bd. 24, S. 786]