ADB:Ludwig, Christian Gottlieb

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Ludwig, Christian Gottlieb“ von Wilhelm Heß in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 19 (1884), S. 600, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ludwig,_Christian_Gottlieb&oldid=- (Version vom 14. August 2020, 09:48 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Ludwig von Renchen
Nächster>>>
Ludwig, Christian
Band 19 (1884), S. 600 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Christian Gottlieb Ludwig in der Wikipedia
GND-Nummer 117282405
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|19|600|600|Ludwig, Christian Gottlieb|Wilhelm Heß|ADB:Ludwig, Christian Gottlieb}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117282405}}    

Ludwig: Christian Gottlieb L., geb. am 30. April 1709 zu Brieg, woselbst sein Vater in dürftigen Verhältnissen als Schuhmacher lebte. Von Jugend auf von einer unwiderstehlichen Neigung zur Natur erfüllt überwand er alle Schwierigkeiten und studirte in Brieg und Leipzig Medicin und Naturwissenschaften. Als jedoch ein Stipendium, auf welches er gehofft hatte, nicht erneuert wurde, zwang ihn gänzliche Mittellosigkeit seine Studien kurz vor der Vollendung aufzugeben. Mit Freuden nahm er die Stelle eines Botanikers bei der von L. Hebenstreit unternommenen Reise nach Afrika an. Im J. 1733 kehrte er von derselben zurück und beendigte zu Leipzig seine medicinischen Studien. 1736 wurde er Magister und hielt Vorlesungen an der Universität. 1737 wurde er Doctor und 1740 außerordentlicher Professor der Medicin. Da mit dieser Stellung jedoch kein festes Gehalt verknüpft war, so hatte er noch immer mit Nahrungssorgen zu kämpfen, da ein kleines Gnadengehalt, welches ihm für seine afrikanische Reise ausgesetzt war, nicht ausreichte. Erst als sein Gönner Hofrath Walther 1746 starb und ihn zum Haupterben einsetzte, wurde er seinen pekuniären Bedrängnissen entrissen. Im J. 1747 wurde er zum ordentlichen Professor der Medicin ernannt. L. starb am 7. Mai 1773. Unter seinen Schriften sind namentlich zu erwähnen: „De vegetatione plantarum marinarum“, 1736, „De lumbricis intestina perforantibus“, 1761; „Ectypa vegetabilium“, 1760-64, „Adversaria medico-practica“ III Vol. 1769 bis 1773. In Gemeinschaft mit anderen Leipziger Gelehrten gründete er 1752 die „Commentarii de rebus in scientia naturali et medicina gestis“, ein Journal, welches außer den neuesten Entdeckungen auf dem Gebiete der Naturwissenschaften und Arzneikunde Aufzählung und Recensionen der neueren Erscheinungen sowie die Lebensbeschreibung berühmter Vertreter dieser Wissenschaften enthält und nach seinem Tode bis 1806 fortgesetzt wurde.