ADB:Levenstede, Hinrich

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Levenstede, Hinrich“ von Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 503, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Levenstede,_Hinrich&oldid=- (Version vom 9. August 2020, 13:00 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Leverkus, Wilhelm
Band 18 (1883), S. 503 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Januar 2019, suchen)
GND-Nummer 136665314
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|18|503|503|Levenstede, Hinrich|Karl Ernst Hermann Krause|ADB:Levenstede, Hinrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=136665314}}    

Levenstede: Hinrich L. erscheint im zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts als der bedeutendste Maler Lüneburgs. 1515 malte er im Auftrage der St. Lucas-Gilde, zu der auch die Glasewerten gehörten, einen Altarschrein mit Flügeln, 1516 ebenso eine Tafel „Klenodien St. Lucas andrepende“, wol identisch mit der 1516 vollendeten „Sante Lucas tafelen thom Hilligendale“, d. h. für das ursprünglich in Heiligenthal liegende, aber 1385 nach Lüneburg verlegte Kloster, dessen Kirche die St. Andreaskirche war. Gebhardi (vgl. Bd. VIII S. 483) schreibt ihm auch Gemälde auf kleinen Altarflügeln der Kirchen St. Nicolai und St. Johannis, sowie der Klosterkirche zu Lüne zu, die er hart und steif in Stellung und Faltenwurf, aber lebhaft in Farben, „mit gutem Ausdruck der Leidenschaften, leidlichem Abfall im Hintergrunde“ nennt. 1509 kommt L. noch als Gesellenschaffer vor, 1516 als Aeltermann des Amtes, der, als der Rath der Stadt und die Glasewerten einen Maler ins Amt nehmen wollten, den die Maler ablehnten, im Trotze dem Rathe die 1497 ertheilte Rolle zurückgab. Dann ist sein Name verschwunden, aber dieser That wegen nannte ihn sein Amt später einen Verräther.

Vgl. nach dem Gebhardischen Manuscript in Hannover: Mithoff, Mittelalterliche Künstler und Werkmeister Niedersachsens und Westphalens, 2. Ausg. S. 203 und 412 ff.