ADB:Krafft, Johann Wilhelm

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Artikel „Krafft, Johann Wilhelm“ von Ernst Christian Achelis in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 51 (1906), S. 356–357, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Krafft,_Johann_Wilhelm&oldid=- (Version vom 4. Dezember 2020, 01:26 Uhr UTC)
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Krafft: Johann Wilhelm K., Professor der Theologie zu Marburg, wurde am 11. März 1696 zu Allendorf a. d. Werra, im späteren Kurfürstenthum Hessen, als Sohn des Apothekers und Rathsherrn Justus K. und der Agnes geb. Gille geboren. Im J. 1712 bezog er die Universität Marburg, um Theologie zu studiren, wurde 1716 Magister der Theologie, 1719 Major der Stipendiatenanstalt, 1723 zweiter, 1727 erster Prediger der reformirten Gemeinde zu Marburg, bis er 1738 als Consistorialrath und Prediger nach Hanau versetzt wurde und 1747 als ordentlicher Professor der Theologie und Ephorus der Stipendiatenanstalt nach Marburg zurückkehrte. Im J. 1749 wurde er zum Doctor der Theologie honoris causa ernannt. Durch seine hervorragende Lehr- und Predigtgabe und vor allem durch seine edle christliche Persönlichkeit wird er als Zierde der Universität gerühmt. Seit 1728 war er mit Christiane Elisabeth geb. Scheffer aus altem edlen hessischen Geschlecht verheirathet; er starb am 25. November 1767. Seine beiden Söhne siedelten ins Rheinland über; Johann Wilhelm Friedrich K., geboren am 21. November 1741, war seit 1770 Dr. und Prof. iur. in Duisburg, während Elias Christoph K. seit 1774 als Prediger in Crefeld, später in Duisburg wirkte. Der Sohn des letztgenannten, Johann Gottlob K., war Pastor in Schöller, dann in Köln und wurde der Vater der beiden rheinländischen Kirchenhistoriker D. Karl K., Pastor in Elberfeld († 1898), und Prof. D. Wilhelm K. in Bonn († 1896).

Schriften: außer einer Reihe Dissertationen und Leichenpredigten, die vollständig in Friedr. Wilh. Strieder, Grundlage zu einer Hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, 1786, Bd. 7, verzeichnet stehen, sind [357] zu erwähnen: „Sciagraphia Theologiae moralis ex resipiscentia et fide tanquam ex genuino geminoque omnium virtutum christianarum fonte limpido derivatae“, 1760, und drei Sammlungen heiliger Reden, 1760, 1762, 1763.