ADB:Kletke, Hermann (2. Artikel)

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Artikel „Kletke, Hermann“ von Ludwig Julius Fränkel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 51 (1906), S. 518, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kletke,_Hermann_(2._Artikel)&oldid=- (Version vom 27. November 2020, 20:02 Uhr UTC)
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Kletke *): Hermann K.; nachzutragen ist seine Behandlung bei K. L. Leimbach, Die dtsch. Dchtr. d. Neuzeit u. Gegenwart IV (1889) 481–90: ein Lebensabriß mit Charakteristik, sich außer auf Brümmer auf Hnr. Kurz, G. d. d. L. IV 16a u. 703a und Brunold in Hrm. Kiehne’s „Hausbuch für dtsch. Dichtung“, Jahrg. 1889 berufend, 12 lyrische Proben, vor allem aber ausführlichste und geordnete Bibliographie. Außer den darin genannten Veröffentlichungen ist die Uebersetzung von Bulwer’s Schiller (2. Aufl. 1905) zu nennen, auch das von Bornmüller (s. unsern Hauptartikel K.) doch richtig angedeutete Buch „Alexander v. Humboldt. Reisen in Amerika und Asien. Eine Darstellung seiner wichtigsten Forschungen“ (4 Bde., 1854–56), ein erster, verdienstlicher Versuch, die Ergebnisse des großen Entdeckungsreisenden noch bei dessen Lebzeiten zu popularisieren. Auf den deutschen Journalisten- und Schriftstellertagen hat H. K. wiederholt, z. B. in Hamburg und München, eine hochangesehene und tätige Rolle gespielt, zumal für Interessen und Hebung des Standes, und gerade weil in ihm der Feuilletonist den Politiker überwog, kam er mit seiner persönlichen Liebenswürdigkeit viel leichter über politische Gegnerschaft weg. Ueber K. sind noch zu vergleichen in Arend Buchholtz’ Festschrift „Die Vossische Zeitung. Geschichtliche Rückblicke auf drei Jahrhunderte, zum 29. Oktober 1904“ (1904) S. 129 (Bild Kletke’s ) bis 130, 137, 163–164 u. ö.; in Sonntagsbeilage 44 der Voss. Ztg. Nr. 511 von 1904 S. 358; Voss. Ztg. Nr. 509, 2. Beilage S. 1 f.: Ludw. Pietsch, „Wie ich zur Voss. Ztg. kam“; in Sonntagsbeilage Nr. 20 zur Voss. Ztg. 227 v. 26. Mai 1886 Märcker’s Gedicht „Wer sich dem Vaterlande“. Nominell bis 30. April 1886 im Amt, ist K. also nur einen Tag nach seinem endgiltigen Austritt aus der Redaction gestorben, ein treuer Mann der Publicistik bis zum Tode. Porträts Kletke’s vor der Gesammtausgabe seiner Gedichte und in der Festschrift der Voss. Ztg. (s. o.); ein Medaillon-Porträt als Denkmal am Hause der Voss. Ztg. in der Breiten Straße zu Berlin. – Dagegen heißt die Kletke-Straße in Kletke’s Geburtsstadt Breslau nicht nach ihm, sondern nach seinem Vetter, dem (S. 214 f.) genannten C. A. Kletke, und dessen Sohne, dem dortigen Stadtältesten Paul K. Director Dr. Cäsar Albano Kletke (1805–93) war ein hochverdienter Pädagog und Schulmann, der auf dem Felde des Realschulwesens Jahrzehntelang musterhaft, vorbildlich und bahnbrechend gewirkt hat. Authentisches, großentheils nach Acten und originalen Aufzeichnungen, theilt darüber die „Lebensgeschichte eines schlesischen Schulmannes“ im „Bericht über das Schuljahr 1904/5 des Städtischen Realgymnasiums am Zwinger zu Breslau“, S. 3 bis 16, mit; vgl. L. Fränkel i. Bayer. Zeitschr. f. Realschulwesen, N. F. XIII, 317 f.

Benutzt für obige Nachträge persönlicher Art Hinweise des Verwandten kgl. Bibliotheksecretärs Dr. Erich Petzet in München.

*) Zu S. 213.