ADB:Kaehßmann, Josef

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Artikel „Kaehßmann, Josef“ von Karl Weiß in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), S. 5, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kaeh%C3%9Fmann,_Josef&oldid=- (Version vom 25. Mai 2020, 12:25 Uhr UTC)
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Kaehßmann: Josef K., Bildhauer, geb. zu Wien am 3. September 1784, † zu Fischau am 18. Januar 1856, war der Sohn des Bildhauers Josef K., der mehrere bedeutendere Grabdenkmale in und um Wien ausführte. Nachdem er von seinem Vater den ersten Unterricht erhalten, kam er an die Akademie der bildenden Künste in die Schule M. Fischer’s und errang durch einen Herkuleskopf den Gundel’schen Preis und durch die Gruppe „Alexander das Orakel von Delphi befragend“ die goldene Medaille. K. ging hierauf zu seiner weiteren Ausbildung nach Rom, brachte vom J. 1823 an als kaiserlicher Pensionär neuerdings mehrere Jahre in Italien zu und war unausgesetzt mit Studien der antiken Werke beschäftigt, worauf er nach Wien zurückkehrte. Hier lebte er durch mehrere Jahre seiner künstlerischen Thätigkeit, beschickte mit seinen Werken die jährlichen Kunstausstellungen und schmückte die Paläste und Gärten ungarischer Adeliger mit Gruppen und Figuren. K. wurde im J. 1829 zum Professor und Corrector in der Bildhauerschule der Akademie der bildenden Künste ernannt, in welcher Eigenschaft er bis zum J. 1851 wirkte. Zu den besten Werken aus der ersten Periode seines Schaffens gehören die Gruppen „Perseus“ (1815) und „Jason“ (1819,) aus carrarischem Marmor, die gegenwärtig in der königlichen Belvedere-Gallerie aufgestellt sind, die Kanzel in der St. Michaeliskirche in Wien (1819), das heilige Grab daselbst und aus späterer Zeit „Hebe mit dem Adler“. Zu großen und bedeutenden Werken fehlten K. die Aufträge. Er blieb bis an sein Lebensende ein ergebener Anhänger der Antike, ohne aber das feine Gefühl für deren Formen gehabt zu haben, und ein begeisterter Verehrer Canova’s.

C. v. Wurzbach, Biogr. Lexikon, II. 348.