ADB:Hurlebusch, Conrad Friedrich

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hurlebusch, Konrad Friedrich“ von Robert Eitner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 429–430, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hurlebusch,_Conrad_Friedrich&oldid=- (Version vom 26. Februar 2021, 05:00 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Hürlimann, Johann
Band 13 (1881), S. 429–430 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Conrad Friedrich Hurlebusch in der Wikipedia
GND-Nummer 118708236
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|13|429|430|Hurlebusch, Konrad Friedrich|Robert Eitner|ADB:Hurlebusch, Conrad Friedrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=118708236}}    

Hurlebusch: Konrad Friedrich H., ein vortrefflicher Musiker des 18. Jahrhunderts, geb. zu Braunschweig, woselbst sein Vater Organist war. Schon im J. 1715 ließ er sich in Hamburg, Wien und anderen Städten als Claviervirtuose hören, so daß er wol zu Ende des 17. Jahrhunderts geboren sein muß. 1723 hatte er sich bereits den Ruf eines „fürtrefflichen Componisten, sonderlich im Kammer- und Theater-Styl und in der Musica practica“ erworben, wie der scharfe Kritiker Mattheson (Critica musica 1723, p. 319) schreibt. H. [430] nahm zeitweise eine feste Stellung an diesem und jenem Hofe an, so in Baiern, dann in Schweden, doch nirgends hielt er es lange aus. Konrad Wohlgemuth schreibt 1762 über ihn: „H. hat große Verdienste, aber sein Charakter verdirbt sie.“ Endlich fand er um 1745 an der reformirten alten Kirche in Amsterdam einen Posten als Organist, wo er ganz sich selbst leben konnte und noch 1762 alt und krank gelebt haben soll. Von seinen Compositionen haben sich einige Lieder und zwei Hefte mit Clavierstücken erhalten, während die Opern, die er in den J. 1722–27 schrieb, verloren gegangen zu sein scheinen. Obige Compositionen, die sich auf der königlichen Bibliothek in Berlin finden, zeichnen sich durch eine glückliche Erfindungsgabe und gewandte Darstellung aus, wenn ihnen auch die Tiefe seines Zeitgenossen Seb. Bach’s abgeht.