ADB:Herberstein, Bernhardin von

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Artikel „Herberstein, Bernhardin von“ von Franz von Krones in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), S. 32, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Herberstein,_Bernhardin_von&oldid=- (Version vom 22. September 2020, 13:45 Uhr UTC)
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Herberstein: Bernhardin (Wernhardin) von H., Enkel des Stifters der älteren Herbersteinischen Hauptlinie, Georg (s. o. b. Andreas v. H.), Sohn des vierten Sprößlings, Friedrich, aus dessen zweiter Ehe mit Margaretha von Galler. Das Familienbuch seines Vetters, Sigismund, erzählt von ihm Nachstehendes: Als Jüngling kam er an den Hof K. Maximilians I. und diente hier „wie andren Jung ainspennig“ (d. i. als Inhaber eines Handpferdes). Diese hat man hin und her mit Mandaten, königlichen Befehlen und Briefen geschickt zu Fürsten, Grafen, Städten u. s. w., auf diese Weise gewöhnten sie sich an die Leute und lernten die Länder kennen. In dieser Zeit durchritt H. fast ganz Deutschland, zog mit dem Kaiser dem Könige von England zu Hülfe vor Terbona (Teruanne) und war in der Schlacht, da der König von Frankreich „in speisung“ (bei dem Versuche, die Festung zu verproviantiren) geschlagen ward, im J. 1513. Aelter geworden, wollte er sich auch weiter versuchen und zog zu dem Herzog Erich von Braunschweig. Der hatte Kriege mit etlichen Grafen von Hoy in Friesland. Daselbst diente er auch etliche Zeit“. – 1519, am 3. Febr., ehelichte er Katharina von Saurau, wurde 1527, den 24. Febr. zum Ritter geschlagen und erscheint 1527/1528 als Oberster des steierischen Kriegsvolkes in Ungarn und bei der Ausrüstung des Landesaufgebotes wiederholt betheiligt. Seit 1531 kam B. v. H. in den Pfandbesitz der Schloßherrschaft Fürstenfeld. B. starb den 10. März 1554 und hinterließ eine zahlreiche Familie: 9 Söhne und 5 Töchter. Eine der wichtigsten Urkunden für die Herbersteiner, Kaiser Karls V. Diplom vom 4. Januar 1522, hat insbesondere die kriegerischen Verdienste des Geschlechtes, voran Bernhardin v. H. in den Kriegen gegen Türken, Ungarn und Venetianer im Auge.

Literatur s. o. b. Andreas v. H., ferner auch Muchar, Gesch. d. H. Steierm. 8. Bd.