ADB:Hafner, Alphons

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Artikel „Hafner, Alphons“ von Pirmin August Lindner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 322, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hafner,_Alphons&oldid=- (Version vom 28. Januar 2023, 17:12 Uhr UTC)
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Hafner: Alphons H., letzter Abt des Benedictinerstifts Ettal (Bruder des Aemilian H.). Geb. zu Reute in Tirol am 16. April 1742, studirte er im Kloster Ettal und zu Augsburg, bezog dann die Universität Innsbruck, wo er zum Magister der Philosophie creirt wurde. Im J. 1761 trat er ins Kloster Ettal. Abt Bernard II., Graf von Eschenbach, schickte ihn zum Studium der Theologie nach Freising und Benedictbeuern. Priester geworden (1767), kam er zur Ausbildung in den orientalischen Sprachen nach Regensburg in das fürstliche Stift St. Emmeram, wo unter Abt Frobenius dieses Studium vorzüglich betrieben wurde. Derselbe hatte zu diesem Zwecke eigens P. Carl Lancelot, Benedictiner der Congregation St. Mauri nach St. Emmeram berufen. Von dort nach 2 Jahren zurückgekehrt, bekleidete H. mehrere Aemter im Kloster. 1776 bis 1779 lehrte er am Lyceum zu Freising Philosophie, 1779–81 Theologie. 1781 kam er als Rector des Lyceums nach Straubing. Nach dem Tode des Abtes Othmar von Ettal wurde er dessen Nachfolger (1787). Er vollendete während seiner Regierung die Ausschmückung des Innern der durch ihre Deckengemälde berühmten Chorcapelle, und wollte auch die Façade der Kirche nach dem bereits entworfenen Plane herstellen, als die Säcularisation eintrat. Er ging anfänglich (1803) in seine Heimath, bald aber nach Italien, wo er sich im Kloster St. Giorgio bei Venedig aufhielt und 1807 zu St. Giustina bei Padua, einem Kloster seines Ordens starb. Als Abt hatte er das Verdienst, das an die Stelle der berühmten Ritterakademie getretene Klosterseminar emporgebracht, und, wie sein Bruder Aemilian, für Bibliothek und wissenschaftliche Zwecke viel gethan zu haben.

Vgl. Amtsblatt für Tirol und Vorarlberg, 1828. S. 336 ff.