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Artikel „Haßlacher, Peter“ von Franz Heinrich Reusch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 9, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ha%C3%9Flacher,_Peter&oldid=- (Version vom 19. November 2019, 06:25 Uhr UTC)
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Haßlacher: Peter H., Jesuit, geb. am 14. August 1810 zu Coblenz, † am 5. Juli 1876 zu Paris. Er war der Sohn eines Advocaten zu Coblenz, studirte Medicin und wurde nach Beendigung seiner Studien wegen Betheiligung an „demagogischen Umtrieben“ sieben Jahre, zuerst in Berlin, dann in Magdeburg und Ehrenbreitstein gefangen gehalten. Am 23. Februar 1840 wurde er freigelassen, am 22. März trat er als Novize in das Jesuitencolleg zu Acheul ein. Nachdem er am 1. September 1844 zum Priester geweiht worden, wirkte er 1844–49 als Domprediger in Straßburg, dann mehrere Jahre als Missionsprediger in vielen deutschen Städten, zuerst im October 1850 in Köln. Am 15. August 1856 legte er zu Paderborn die Profeßgelübde ab. Wegen eines Lungenleidens konnte er sich an den Missionen nicht mehr betheiligen, hielt aber bis 1862 noch an vielen Orten sogenannte Conferenzen, die ebenso viel Beifall fanden wie seine Missionspredigten. Im Mai 1858 predigte er täglich in Berlin. 1863 nach Frankreich zurückberufen, lebte er kurze Zeit in Paris, 1864–66 zur Wiederherstellung seiner Gesundheit bei einer gräflichen Familie in der Nähe von Marseille. Im October 1866 wurde er Superior des Jesuitencollegs in der Rue Lafayette zu Paris und Seelsorger der dortigen deutschen Katholiken. Am 1. September 1870 mußte er Paris verlassen und lebte bis zum Juli 1871 in Bonn. Er kehrte dann nach Paris zurück, ward 1873 nach Poitiers versetzt, von wo er im October 1874 krank nach Paris zurückkam, wo er nach langem Leiden starb.

J. Hertkens, Erinnerungen an P. P. Haßlacher, 1879 (enth. auch Briefe u. e. Skizze der Conferenzen von H.).