ADB:Egilbert (Erzbischof von Trier)

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Artikel „Egilbert, Erzbischof von Trier“ von Leopold von Eltester in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 676–677, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Egilbert_(Erzbischof_von_Trier)&oldid=- (Version vom 5. Dezember 2020, 09:36 Uhr UTC)
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Egilbert, Erzbischof von Trier 1079–1101, war ein geborener Graf von Ortenburg in Baiern und wurde als Dompropst von Passau von König Heinrich IV., nachdem mehrere Gewählte dessen Genehmigung nicht erhalten hatten, am 6. Januar 1079 zum Erzbischof von Trier ernannt. E. war als ein eifriger Anhänger des fränkischen Königshauses excommunicirt und konnte von Papst Gregor VII. die Bestätigung seiner geistlichen Würde nicht erlangen. Dagegen focht er tapfer für seinen König in der Schlacht an der Elster am 15. Octbr. 1080 gegen den Gegenkönig Rudolf und die Sachsen. Erst im J. 1084 erhielt E. die Weihe zu Mainz und 1085 vom Gegenpapste Clemens III. auch die Bestätigung der erzbischöflichen Würde und das Pallium. Auf Befehl [677] Kaiser Heinrichs IV. krönte er 1086 zu Prag den Böhmenkönig Wratislaus. Während der Judenverfolgungen in Folge des ersten Kreuzzuges 1096 zeigte er sich als ein gerechter und menschenfreundlicher Regent, indem er denselben Schutz gewährte. Er starb zu Trier am 3. Septbr. 1101 und liegt im dortigen Dom begraben.

Hist. Trev. cap. LVIII–LXVI. – Beyer und Eltester, Mittelrhein. Urk.-Buch. – Görtz, Mittelrhein. Regesten.