ADB:Brunner, Heinrich

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Brunner, Heinrich“ von Hermann Wartmann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 446–447, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Brunner,_Heinrich&oldid=- (Version vom 8. August 2022, 05:26 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Brunner, Andreas
Band 3 (1876), S. 446–447 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Heinrich Brunner (Unternehmer) in der Wikipedia
GND-Nummer 13565467X
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|3|446|447|Brunner, Heinrich|Hermann Wartmann|ADB:Brunner, Heinrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=13565467X}}    

Brunner: Heinrich B., glarnerischer Druckfabrikant, geb. 1774, † 12. Juni 1857 in Glarus. Als Kind rechtschaffener aber unbemittelter Eltern trat B., kaum der Gemeindeschule entlassen, in eine jener kleinen Druckfabriken ein, welche den Anfang der so bedeutend gewordenen glarnerischen Kattundruckerei bildeten. Er wurde dort ein gewandter Drucker und ging dann nach Genf, um sich in seinem Fach noch weiter auszubilden. Nachdem er in Genf ein paar Jahre in einer Fabrik gearbeitet hatte, brach die helvetische Revolution aus und zwang ihn, sein Brod zuerst als Schreiber auf öffentlichen Canzleien, dann als Privatsecretär des Landammanns Nic. Heer zu verdienen, bis ihn im J. 1808 [447] die glarnerische Landsgemeinde zum Landschreiber wählte. 1825 gab er dieses Amt auf und übernahm eine von seinem Bruder Peter B. gegründete Druckfabrik, die er nun durch rastlose Thätigkeit immer mehr erweiterte und vergrößerte, bis sie zu einer der ausgedehntesten industriellen Unternehmungen des Landes heranwuchs, so daß Heinrich B. mit Recht den Männern beigezählt werden darf, welchen die heutige Glarner Industrie ihre großartige Entwicklung verdankt. An allen gemeinnützigen Schöpfungen in seinem Heimathlande betheiligte er sich auf das eifrigste und gab für solche reiche Spenden aus dem schönen Vermögen, das ihm sein Geschäft brachte. Die Würde eines Criminalrichters, welche ihm die Landsgemeinde im Jahre 1837 übertrug, legte er nach kurzer Zeit wieder nieder.

Neue Verhandlungen der schweiz. gemeinnützigen Gesellschaft XXIV. Theil (Nekrol. vom Ständerath Dr. Blumer).