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Artikel „Bläser, Gustav Hermann“ von Rochus von Liliencron in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 693–694, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bl%C3%A4ser,_Gustav_Hermann&oldid=- (Version vom 15. Oktober 2019, 06:02 Uhr UTC)
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Band 2 (1875), S. 693–694 (Quelle).
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Bläser: Gustav Hermann B., Bildhauer, geb. zu Düsseldorf, wo seine kölnischen Eltern eben zum Besuch waren, 9. Mai 1813, † zu Cannstadt 20. April 1874. Nachdem er zuerst in der Werkstatt des Holzbildhauers Stephan in Köln und des Bildhauers Scholl in Mainz gearbeitet hatte, kam [694] er 1834 nach Berlin zu Rauch, der ihn bald zu seinen besten Schülern zählte. Er arbeitete sieben Jahre bei ihm und hat an allen größeren Werken des Meisters aus dieser Zeit, auch an der Berliner Reiterstatue Friedrichs des Großen, theilgenommen. 1844 ging er nach Rom, kehrte aber 1845 nach Berlin, wo er fortan blieb, zurück, um für die Schloßbrücke eine der acht Marmorgruppen, den Krieger im Kampf unter dem Schutze der Minerva, zu übernehmen. Seine bedeutendsten monumentalen Werke sind: die colossale Reiterstatue Friedrich Wilhelms IV. auf der Rheinbrücke zu Köln und, gleichfalls für Köln, eine größere Friedrich Wilhelms III., das große Relief der Eisenbahnbrücke zu Dirschau, das Denkmal des Bürgermeisters Franke zu Magdeburg, eine Colossalbüste Lincoln’s für Washington, das Marmor-Standbild Friedrich Wilhelms IV. für Sanssouci, seine letzte fertige Arbeit. Von seinen sonstigen zahlreichen monumentalen wie decorativen Werken nennen wir noch seinen Evangelisten Matthäus mit dem Engel für eine Kirche in Helsingfors, das Grabmal des bekannten Kunstfreundes Ravené in Berlin, die Statuen des Propheten Daniel für die Berliner Schloßkuppel, des Jeremias, Daniels und Karls des Großen für die Friedenskirche in Potsdam, der Borussia für das Neue Museum in Berlin etc. B. hat stets treu an dem Geiste Rauch’s und an der Tradition der Berliner Bildhauerschule den neueren Richtungen gegenüber festgehalten. Als Künstler hochgeschätzt und vom In- und Ausland mit ehrenden Aufträgen überhäuft, war er auch als Mensch durch seinen immer heiteren Humor in weitesten Kreisen eine beliebte Persönlichkeit. (Kölnische Zeitung 1874.)