ADB:Beck, Matthias Friedrich

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Artikel „Beck, Matthias Friedrich“ von Johann Friedrich Ludwig Theodor Merzdorf in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 218, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Beck,_Matthias_Friedrich&oldid=- (Version vom 23. Februar 2020, 15:50 Uhr UTC)
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Beck: Matthias Friedrich B., geboren zu Kaufbeuren in Schwaben 22. Mai 1649, † 2. Februar 1701. Seit 1668 studirte er zu Jena vorzüglich unter Frischmuth und Bofius Geschichte und orientalische Litteratur, worin er bald seine Lehrer übertraf und 1670 zum Magister promovirt ward. Als er auf der Reise von seiner Heimath 1672 zu Augsburg eintraf, gewann er die Angesehenen der Stadt so für sich, daß er ein Stipendium erhielt, welches er darauf verwendete, sofort zur Universität zurückzukehren und sich von neuem den geliebten Studien zu widmen. Im Jahre 1677 kam er wieder nach Augsburg und wurde 1678 daselbst zum Prediger gewählt, wo er nach und nach in den verschiedenen geistlichen Aemtern höher stieg. Sein Hauptstudium blieben immer die orientalischen Sprachen und verschaffte ihm die große Kenntniß der hebräischen, samaritanischen, chaldäischen, syrischen, äthiopischen, persischen, arabischen und türkischen Sprache einen großen Ruf, so daß er sogar deshalb von der Krone Preußen eine Pension bezog. Er hinterließ eine große Menge Schriften, von denen aber nur der kleinste Theil gedruckt ist, doch sind hervorzuheben: „Targum in 1. et 2. libr. Chron.“; „Martyrologium ecclesiae Germanicae pervetustum“; „Monumenta antiqua Judaica Augustae Vindelicorum reperta“. Unter den ungedruckten dürften vielleicht heute noch von Interesse sein: „Itinerarium Benjaminis cum prolegomenis, versione nova atque notis“; „Observationes in libr. Evangelior. Otfridi Monach.“

J. B. Luhn, Memoria M. Fr. Beckii. Vitemberg. 1703. Pipping, Memoria theologorum p. 911 sq.