Hauptmenü öffnen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Bw.
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Zweirad und Eisenbahn
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 30, S. 516_a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1896
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[516_a] Zweirad und Eisenbahn. Dem Radsport, der in den letzten Jahren immer mehr zu einem Verkehrsmittel für breite Volksschichten sich ausgebildet hat, sollen jetzt auch die Eisenbahnlinien dienstbar gemacht werden, allerdings nicht mehr auf die früher mehrfach versuchte Weise, Dreiräder mit besonders geformten Reifen direkt auf den Schienen laufen zu lassen. Vielmehr handelt sich’s gegenwärtig nur darum, die mit hohen Kosten geschaffenen geradlinigen und gut planierten Bahnstrecken rechts und links von den Schienen dem Rade zu erobern. Durch geringfügige Ergänzungen könnten hier leicht glatte, schmale und stets dienstbereite Wege für das Gummirad geschaffen werden, wie sie selbst die besten Chausseen nur bei gutem Wetter darbieten. – Die Columbia and Maryland Electric Railway will mit dieser Neuerung auf ihrer Bahnstrecke Baltimore–Washington den Anfang machen, indem sie zu beiden Seiten des Geleises einen fünf Fuß breiten ganz glatten Steig nur für Radfahrzwecke anlegt. Sicherlich ließe sich auf solchen Wegen, die weder Unebenheiten noch Wagenverkehr besitzen, die Schnelligkeit der modernen Zweiräder, die schon jetzt 20 bis 25 km die Stunde beträgt, noch etwas steigern und würde alsdann derjenigen der Personenzüge, die in den meisten Ländern auch nur 40 km oder noch weniger beträgt, gar nicht mehr viel nachgeben. Sollte sich diese Neuerung durchführen lassen und von der Neuen in die Alte Welt übergehen, so würde dieselbe zweifellos den Umschwung in unserem Verkehrswesen, den das Fahrrad bereits bewirkt, noch wesentlich verstärken.

Bw.