Hauptmenü öffnen
Textdaten
>>>
Autor: Rudolf von Gottschall
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Zum Neuen Jahre
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 1, S. 1
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1887
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[1]
Die Gartenlaube (1887) b 001.jpg


 Zum Neuen Jahre.

Dem begrab’nen Alten Jahre
Werft die Schollen auf die Bahre!
Neues Wünschen, neues Hoffen
Sieht die gold’ne Zukunft offen,

5
Träumt vom Reigen schön’rer Tage,

Den das Neue Jahr uns bringt,
Bei dem ersten Glockenschlage,
Der die Mitternacht durchklingt.

Nimmer wird’s dem Herzen frommen,

10
Wenn die Schatten wiederkommen,

Die mit geisterhaften Schritten
Einst durch unser Leben glitten.
Alte Sorge und Bedrängniß
Schwinde in Vergessenheit,

15
Und das kommende Verhängniß

Finde uns zum Kampf bereit!

Heil und Glück den Lieben allen,
Die mit uns durchs Leben wallen;
Denn auch uns erfreu’n und schmücken

20
Alle Rosen, die sie pflücken!

Heil dem Edeln, Hohen, Großen,
Das der Menschheit Adel trägt,
Das, auch von der Welt verstoßen,
Sonnenwärts die Schwingen regt.

25
Heil sei uns’rem Reich beschieden,

Walte über ihm der Frieden!
Naht der Feind in Kriegeswettern,
Mög’s ihn siegreich niederschmettern!
Wachsen soll’s an Ruhm und Ehre,

30
Wachsen soll’s an inn’rer Kraft,

Und des Geistes Schätze mehre
Deutsche Kunst und Wissenschaft!

Neues Jahr, in deinem Schoße
Ruhen die verhüllten Lose;

35
Doch wie auch die Würfel fallen,

Eine Losung bleibt uns allen:
Muth’ger Sinn und Geistesstärke,
Freud’ge Ernte fleiß’ger Saat,
Eifer bei dem kleinsten Werke,

40
Hoher Sinn zu großer That!

 Rudolf von Gottschall.