Textdaten
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Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Zinnfiguren
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aus: Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute
S. 57–58
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1934
Verlag: Ernst Rowohlt
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Wikisource
Kurzbeschreibung:
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[57]
Zinnfiguren


Die Zinnfiguren sind
Verbindung zwischen Kunst und Kind.
Sie schildern alle Zeiten.

[58]
Da schreiten, stehn und reiten
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Klein-märchenbunt aus jedem Land:

Indianer, Ritter, Sachsen,
Und was der Schöpfer sonst erfand.

Auch Bäume, schön gewachsen,
Auch Häuser, Schiffe, Eisenbahn,

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Flugzeuge, Autos, Pelikan

Wie jedes andere Getier;
Kurz: Allerlei und Jederlei
Ist hier –
Studiert nach Farbe, Form und Sinn –

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Schön ausgeprägt in Zinn.


Mitunter ist das Zinn aus Blei.

Sinnvoll, mit Liebe aufgestellt,
Zeigt das im Kleinen große Welt.

Wenn das uns Alten noch gefällt,

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Will das für mich bedeuten:

Die Zinnfiguren sind
Verbindung zwischen Kunst und Kind
Und uns, den alten Leuten.