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Wunderbarlicher Mangel des Manns: Hertzlicher Wunsch der Frawen

Textdaten
Autor: unbekannt
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Titel: Wunderbarlicher Mangel des Manns: Hertzlicher Wunsch der Frawen: vnd dreyer Lustiger Thier verschlagener / stoltzer vnd Wolvermöglicher Ruhm
Untertitel:
aus: Vorlage:none
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: ca. 1615-1620
Verlag: Konrad Corthois
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Erscheinungsort: Frankfurt, Main
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: im VD17 unter der Nummer 23:674701F
Kurzbeschreibung:
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Wunderbarlicher Mangel des Manns: Hertzlicher
Wunsch der Frawen: vnd[1] dreyer Lustiger[2] Thier verschlagener /
stoltzer vnd Wolvermöglicher Ruhm.


Abbildung[3]


Hört wunder Ding vnd seltzam Mehr /
     Die Ich jtzund gleich bring daher.
Von Franckfurt aus der brümbten Meß /
     Deß Orts Ich billich nicht vergeß.
Zu welcher zeit man allda find /
     Gar manches stoltzes Mutter Kind:
Gut vnnd Böß / Jung / Alt / Arm vnd Reich
     An geld vnd gutt gantz vngeleich.
Aus Franckreich vnd Italia /
     Aus Englland vnd Hispania.
Aus Schwaben / Elsaß vnd vom Rhein /
     Schweitz / Dennmarck vnd Polen nicht klein
Aus Behmen / Sachsen / Hessenland /
     Aus Meissen vnd Düring bekand.
Aus Schlesien vnd Osterreich /
     Aus Niederland / kommen deßgleich.
Aus andern Ländern / hin viel leuth /
Welchs sonst nicht bald gschicht weit vnd breit
Daselbst spatzirt Ich hin vnd her /
     Da stieß mir auff ohn alls gefehr.
Mein alter Freund vnd gutter Bruder /
     Mit welchem Ich vielmahl im luder.


Gelegen war: wir giengn zum Wein /
     Pflegten / wie vor / beid frölich zu sein.
In dem wir truncken / gdachten wir /
     Zweyer gantz wunderbarer Thier.
Eins guttn Hauß Haans vnd kleinen Mauß
     Bald macht mein Freund ein Reymen drauß
Nams Trinckgeschirr in seine handt /
     An mir ein guttn zech Brudr Er fandt.
Er sprach: wann Ich stets blieb zu Hauß /
     Vnd Trenck so wenig als ein Mauß.
Vnd kapte so offt als ein Hahn /
     Wer Ich meim Weib ein lieber Man.
Weil aber das nicht kan gesein /
     Vnd mich erlaabt der küle Wein.
Die gutt Gesellschafft iedertzeit /
     Mich erfrischt / erquickt vnd erfrewt.
Als ficht mein Frewlein stehn für Ihr /
     Drey Wunderbar vnd seltzam Thier.
Ein Fuchs Ein Pfaw / vnd gutten Hahn /
     Ein ieder fängt sich zurühmen an.
Der Fuchs spricht arglistig formirt
     Je lengr Ich leb / Je grössr Er wird.


Der Pfaw mit federn schön geziert /
     Je längr Ich leb / je schönr Er wird.
Der Hahn sagt auch ohn alle klag /
     Je lengr ich leb Je libr Ich mag.
Das gfellt der Frawen trefflich wol /
     Weiß nicht / wie sie gnug rühmen soll.
Die Tugenten gantz wolgethan /
     So diese drey Thier an Ihn han.
Dau sie gefalln Ihr trefflich sehr /
     Vnd rühmt solche je längr / je mehr:
Wünscht Ihr hiermit ein solchen Man /
     Der diese Drey stück haben kan.
Wie hat ein Fuchs / Pfaw vnd ein Hahn /
     So köndt Er Ihr auch wolbestahn.
Welchs Ich genommen hab in Acht /
     Habs also auffs Papier gebracht.
Ein andermahl Ichs nicht vergeß /
     Was mit zubringen aus der Meß.
Von Franckfurt / ins Land hin vnd wieder
     In manche Stadt Oben vnd Nieder.
Nembt so für gutt mit dieser sach
     Je längr Ich leb / Je mehr Ich mach.


Gedruckt bey Conrad Corthoys.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. korrigiert. In der Vorlage: vud
  2. korrigiert. In der Vorlage: Lnstiger
  3. Transkription der Bildinschriften:
    o.l:
    Wan ich allzeit blib daheim zu hauss.
    Vnd trinck so wenig als ein maus
    Vnd kabte so offt als ein han.
    Were ich meiner frauen ein lieber man
    o.r:
    Das ist fürwar ein gewinetz fehler man.
    der disse drey tugent haben kan.
    wie hat ein fuchs. pfaw. vnt ein haan
    kent er seiner frawen woll bestan.
    über dem Hahn:
    Ie lenger ich leb ie lieber ichs mag.
    unter dem Fuchs:
    Ie lenger ich leb ie gresser er mir wirdt.
    unter dem Pfau:
    Ie lenger ich leb ie schener er mir wirdt.
    u.l, schlecht lesbar:
    Inventer
    u.r, schlecht lesbar:
    Hillerian. fecit.