William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXLI

<<< Sonett CXLI >>>
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte
Seite: 73
von: [[{{{AUTOR}}}]]
Zusammenfassung: {{{ZUSAMMENFASSUNG}}}
Anmerkung: {{{ANMERKUNG}}}
Bild
[[Bild:{{{BILD}}}|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
[[Index:{{{INDEX}}}|Wikisource-Indexseite]]
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe

[73]

Nicht meine Augen sind von Lieb’ entflammt,
Da tausend Mängel sie an dir erspäh’n;
Allein es liebt mein Herz, was sie verdammt,
Dem Blick zum Trotz muß Liebe es erfleh’n.

5
Mein Ohr kann deiner Stimme Laut nicht reizen,

Zu schnödem Tasten kein Gefühl sich rührt,
Geschmack nicht noch Geruch danach je geizen,
Daß Sinnenschmaus zu dir allein sie führt.
Doch weder Witz noch Sinne haben Kraft,

10
Von deinem Dienst ein thöricht Herz zu halten,

Das seinen Herrn zur nicht’gen Larv’ umschafft,
Zum Sclaven deines stolzen Herzens Walten.
    Doch meine Pest hat Heil mir auch gewährt,
    Daß Büßen mich die Sünde hat gelehrt.