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Hilfeseite zur Wiedergabe von (lateinischen) Abkürzungen in DruckenBearbeiten

 
Abbildung 1
 
Abbildung 2
 
Abbildung 3

Spätmittelalterliche lateinische Handschriften sind überwiegend mit Abkürzungen überladen, die das Entziffern für Ungeübte aussichtslos machen. Beispiel: Abbildung 1.

Diese Praxis wurde bei lateinischen Drucken übernommen. Siehe aus einem Inkunabeldruck: Abbildung 2.

Dagegen weisen deutschsprachige Drucke kaum Abkürzungen auf. In der Inkunabel der Abbildung 3 sieht man, dass vor allem ein waagrechter Strich über dem Wort als Abkürzungszeichen dient:

  • vo(n)
  • vn(d)
  • wurde(n)
  • de(m) von ysenburg (die Auflösung dem statt den ergibt sich daraus, dass nur einer von Ysenburg an dem Konflikt teilnahm)
  • de(m) pfaltzgrafen
  • beschedige(n)
  • d(er) (eine auch aus deutschsprachigen Handschriften bekannte er-Kürzung, hier: od(er)  )


Stehen lateinische Textpassagen in deutschsprachigen Drucken, kann es vorkommen, dass auch lateinische Abkürzungen auftreten.

Beispiel: q; oder atq; ist als que bzw. atque zu transkribieren. Beispiel: Seite:De Merian Hassiae 110.jpg, conjungique.

 


Wo findet man Informationen über die lateinische Abkürzungspraxis?Bearbeiten

Als Einführung können die folgenden Links mit Bildbeispielen dienen:

  Commons: Category:Paläographie Schriftproben – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Weiterführende Links: in Archivalia.

Im Zweifel sollte man in der Wikisource:Auskunft fragen.