Was aus den hundert Hirschen des Dionys Pfezzerer geworden ist

Textdaten
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Autor: Georg Queri
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Titel: Was aus den hundert Hirschen des Dionys Pfezzerer geworden ist
Untertitel:
aus: Die Schnurren des Rochus Mang, S. 12–13
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Auflage:
Entstehungsdatum: 1909
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Verlag: Berthold Sutter
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Erscheinungsort: München
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Quelle: Scans auf commons
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[12] Was aus den hundert Hirschen des Dionys Pfezzerer geworden ist

Kommt der kleine Dionys Pfezzerer von der Schul heim und hat dem Vater was zu erzählen.

Das Büble hat immer was zu erzählen, wenn es von der Schul heimkommt. Denn vom Pfezzererhof in der Grafenau bis zum Schulhaus zu Simmen sind gut fünfviertel Stund’ durch den Wald und über den Kefferer Steinbruch und an der großen Ach vorbei – da erlebt so ein Büble immer etliche Sachen.

Und diesmal sagt der kleine Dionys: „Weißt, was ich gesehn hab im Wald, Vater? Hundert Hirschen hab ich gesehn!“

„Büble, Büble, es werden wohl nit ihrer hundert gewesen sein!“

„Aber fünfzig müssen ihrer doch gewesen sein, fünfzig!“

„Auch nit fünfzig, Büble!“

„Aber zehn wann ihrer nit gewesen sind, dann müßt ich völlig lügen!“

„Stehn aber nit ihrer zehn so frei im Wald, wo sie nit viel Ruh haben wegen der Waldstraßen!“

Der kleine Dionys überlegt sich die Sache. Dann sagt er schmeichelnd: „Aber wann ich nur einen gesehn hätt, Vater – das tätst mir wohl glauben?“

[13] „Büble, Büble, jetzt mag ich Dir auch den einzigen nit mehr glauben!“

Da sagt der kleine Dionys kläglich: „Was wär dann das gewesen, was so gerauscht hat im Wald?“