Wandle träumend jeder für sich

Textdaten
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Autor: Hans Bötticher
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Titel: Wandle träumend jeder für sich
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 9
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1910
Verlag: Hans Sachs-Verlag Schmidt-Bertsch & Haist
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Erscheinungsort: München, Leipzig
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Quelle: Commons
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Wandle träumend jeder für sich


Meisters Violinenklänge
Führten mich aus der stieren Menge
Hoch in himmlische Fernen empor.
Wo sich im rosigen Wolkengehänge

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Jeder menschliche Odem verlor,

Grüßten mich Engel im lachenden Chor.
Und auf weißem Schwanengefieder,
Weich gebettet, fand ich mich wieder,
Dort, wo die Träumenden glücklich sind.

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Köstlichen Weihrauch, Lorbeer und Flieder,

Labend, lobend, liebend und lind,
Brachte in duftigen Wogen der Wind.
Und mein Mädchen, als ich erwachte,
Frug mich verwundert, woran ich dachte,

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Daß mir so ganz ihre Nähe entwich.

Doch ich küßte ihr Mündchen und lachte
Und ich log: „Ich dachte an Dich.“

Wandle träumend jeder für sich.