Hauptmenü öffnen
Textdaten
Autor: unbekannt
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Venus vnd Adonis Lustgarten
Untertitel: Allen Züchtigen Tugentsamen Jungen Gesellen vnnd Jungfrawen zu Ehren auffs Kupfer vnd in Truck gebracht
aus: Vorlage:none
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1620
Verlag:
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort:
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: VD17 23:244732Q HAB Wolfenbüttel
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Venus und Adonis Lustgarten.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


Editionsrichtlinien:
  • Als Grundlage dienen die Wikisource:Editionsrichtlinien
  • Die Wiedergabe folgt in der Schreibweise der Vorlage.
  • Abkürzungen sind aufgelöst.
  • Überschriebene e über den Vokalen a, o und u werden als moderne Umlaute transkribiert.


Venus vnd Adonis[1] Lustgarten.
Allen Züchtigen Tugentsamen Jungen Gesellen
vnnd Jungfrawen zu Ehren auffs Kupfer vnd in
Truck gebracht:
Ausschnitt Venus und Adonis Lustgarten.jpg

Hic sunt deliciae VENERIS quoque ADONIDIS horti:
     Artis amatori dura puella datur.
     Iacobus Palma Inentor.

Hinc dolor, hinc furor, hinc lacrumae & suspiria quando
     Meta doloris erit, Meta furoris erit. D. M. C.
                                        Ioan Ienet scalpsit.


O zarte Jungfraw Tugentreich /
     Singet / frolockt vnd frewet euch.
Bald werdet jhr bringen darvon
     In Ehren gar ein Jüngling schon.
Auch zarter Jüngling hoch geziert /
     Seyd frölich / lustig triumphirt.
Auß Himmels Lauff hab ich vernommen /
     Daß jhr gar bald werdet bekommen.
Ein zarte Jungfraw Tugentreich /
     Die man wird verheurathen euch.
Dardurch werd jhr euch frewen sehr /
     Weil sie begabt mit Zucht vnd Ehr.
Juno / die war kaum halb so reich /
     Minerve Weißheit ist sie gleich.
Die zarte Venus also sah /
     (Wie Adonis wohnet alda.)
Die Charitas so hochgeborn /
     Habn sie zur Wohnung außerkorn.
Sie ist ein Würtzgart hüpsch vnd schon /
     Darin viel edler Blümlein stohn.

Als Augentrost vnd Engelsüß /
     Auch Wolgemuth / Mein nicht vergiß.
Hier steht Ehrenpreiß / solchs beschawt /
     Da ist viel Tausentgüldenkraut.
Weil man nach schönen Blümlein tracht /
     Je lenger / je lieber / Tag vnd Nacht.
Der Jüngling wird kein Ruh nich han /
     Biß jhm der Gart gestanden an.
Welchen er pflantze vnd behalt /
     Daß er jhm gebe warm vnd kalt.
In lieb vnd frewd tret beyd herfür /
     Schliest auff deß schönen Garten thür.
In dem Garten euch wol lustirt /
     Vnd mit einander hrumb spatzirt.
Er zeigt euch frölich allezeit /
     Vnd sucht darinnen tausent frewd.
Gott woll euch segnen mannigfalt /
     Daß jhr lang ob dem Garten halt.
Auff daß jhr viel Jahr möget grunen /
     Vnd bringen manche edle Blumen.

Biß jhr vom trüben Erdenkreiß /
     Wandert ins lustig Paradeiß.
Das wünsch ich euch zu dieser Stundt /
     Mit gantzem Gmüt / auch Hertz vnd Mund.


Zum Beschluß.

Von dem Kräutlein je lenger /

je lieber.

JE lenger / je lieber / seyn wir allein /
     Dann Trew vnd Glaub ist worden klein.
Man darff jetzt schier kein Wörtlein sagn /
     Von stundt an ist es außgetragn.
Auff daß es ja nicht schwinden thu /
     Gibt man demselben weidlich zu.
Der Venus vnd Adonis ebn /
     Hab ich diß zum Beschluß gegebn.
Jungen Leuten sey diß gemacht /
     Zu Ehren / vnd zu guter Nacht.


Getruckt im Jahr. 1620.

Sprach- und Sachkommentar (Wikisource)