Hauptmenü öffnen
Textdaten
<<<
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Unser heutiges Hirschbild
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 27, S. 453, 456
Herausgeber: Ernst Ziel
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1881
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[453]
Die Gartenlaube (1881) b 453.jpg

Ein Capitalhirsch.
Originalzeichnung von H. Leutemann.

[456] Unser heutiges Hirschbild (S. 453) ist die letzte „Gartenlauben“-Gabe Heinrich Leutemann’s, des langjährigen und allbeliebten Mitarbeiters der „Gartenlaube“, der fast seit ihrer Begründung treu in den Reihen der Unsrigen steht und in dieser langen Zeit rüstig und unermüdlich unseren Lesern seine oft lebhaft bewegten, oft ruhig-schönen, immer aber interessanten und lebenswahren Thierbilder in bunter Reihe vorgeführt hat. In Folge eines schweren und unheilbaren Augenleidens vor mehr als Jahresfrist leider gezwungen, seiner Kunst dauernd zu entsagen, nimmt Heinrich Leutemann mit diesem bereits vor vier Jahren gezeichneten Hirschbilde von den Lesern Abschied. Mit dem wackeren Künstler scheidet aus den Reihen unserer Zeichner eine langbewährte und um die „Gartenlaube“ mannigfach verdiente Kraft, der unser fortdauernder Dank gesichert bleibt.

Das Leutemann’sche Bild ist ein Stimungsbild und bedarf als solches wohl kaum eines erläuternden Textes; spricht es doch genügend für sich selbst: Abend im Walde, Stille ringsum – der König des Forstes, das stolze, geweihgekrönte Haupt erhoben, durchschreitet mit weit geöffneten Nüstern spähend das Revier; aus den Schatten des Waldes tritt er hinaus auf das abendlich ruhige Feld, mit kluge Augen forschend, ob der Weg offen, ob Gefahr im Anzuge – das etwa ist der Moment, den der Künstler uns mit so vielem Geschick vor’s Auge stellt.