Stammbuch berümpter Fürsten, Graffen vnnd Herren Geschlechter:Vorwort 11

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wetzen vnd diß arme Hopffenstreüchlin mit frieden lassen / welche ich auch zuom fleißigsten hiermit will gebetten haben.

Zuom driten / Das sie auch mit weitem Maul bruellen / Es seind nuor Rapsodien vnd zuosammen gelesene Lappen / mag ich wol leiden / inn milter bedrachtung das ich auß den fingern nicht hab saugen koennen solche alte Historien vnnd familien / sondern hab sie nemen muessen da ich sie gewust zuo finden / vnd achte es viel besser sein warhafftige dinge schreiben denn etwas auß eygenem kopffe erdichten / vnd also zuo Marckte bringen / wie offt geschicht / vnd mit solchen doxis vnnd eygenem erdichtem fürgeben der warheit weidlich gewalt würt zuogefueget.

Ich will aber hie freüntlich gebetten haben / da jhemand were der bessern vnd weitleüffigern bericht hette / oder wuste jhn zuo bekommen von disen historien / der diene hiemit günstiglich der warheit / vnd helffe vmb oberzelten vrsachen willen / das solches mit der zeit auch ans liecht komme / vnd wolt Gott es moechte diser Catalogus oder Stammbuoch eine anreitzung sein dz sich vil herfür machten / vnd brechten an den tag die alten geschicht der Sachsen / das man als denn eine gewisse / vnd weitleüfftige Historien haben moechte.

Am ende muoß ich dz auch sagen / ob man ja mit mir zuofrieden sein wolte / das ich disen Catalogum oder Stammbuoch habe dem Ehrwürdigen / vnd wol erfarnen inn allen Historien / M. Cyriaco Spangenberg / der Kirchen zuo Manßfeld Dechant præsentirt / vnd vmb seine Censur gebetten / die er mit denn guotwilliglich mitgetheilt / vnd also nicht wenig zuo diser arbeyt geholffen hat / Gott dem Herrn in seinen schutz befohlen Amen. Anno M. D. LXX.