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Tafel 9 Das Grüne Gewölbe: eine Auswahl von Meisterwerken in vier Bänden. Band 1 (1925) von Jean Louis Sponsel
Tafel 10
Tafel 11
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TAFEL 10
GOLDENER ABENDMAHLSKELCH
MIT DEM WAPPEN DES ERZBISCHOFS JOHANN
GEBHARD VON KÖLN, GRAFEN VON MANSFELD
REG. 1558–1562
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Sponsel Grünes Gewölbe Band 1 Tafel 10.jpg

[94] Goldener Abendmahlskelch, der Kelch in gotischer Grundform mit Sockel im Sechspaß. Sockel, Knauf und der Unterteil des Kelches sind mit gegossenen Ornamenten in Relief bedeckt, die wieder mit verschiedenfarbigem Email angefüllt und mit Steinen in Kastenfassung besetzt sind. Ebenso auch das Weinkännchen. Die geschweiften Felder des Fußes und die Glieder des Schaftes am Knauf sind mit ausgehobenem und mit Email ausgefülltem Ornament bedeckt. Auf einem der Felder ist Christus am Kreuz mit Maria und Johannes in gegossenen und emaillierten Figuren aufgelegt, auf dem Feld gegenüber der Wappenschild des Erzbischofs und Kurfürsten von Köln, Johann Gebhard, Graf von Mansfeld, r. 1558–1562. – Die Arbeit mag wohl zu Köln am Rhein angefertigt sein, sie ist im Email nicht so sauber und technisch vollendet durchgeführt, wie die des Dresdner Meisters Gabriel Gipfel, aber doch auch von ausgezeichneter künstlerischer Wirkung. Ein in der Arbeit verwandter Abendmahlskelch ist im Rosenborg-Museum in Kopenhagen. Beide Dresdner Stücke, zu denen noch ein Kännchen für Wasser gehört haben mag, stammen angeblich aus dem Nachlaß der 1659 verstorbenen Kurfürstin Magdalene Sibylle, Gemahlin von Kurfürst Johann Georg I. (H. 19,5 – IV. 42.)