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haben, wie ein euklidischer Kreis, der mit dem Radius um denselben Mittelpunkt beschrieben ist. Wollte man daher einen Lobatschefskijschen Kreis auf dieselbe Art ausmessen wie einen euklidischen, so wurde man notwendigerweise auf Widersprüche stoßen.

Fig. 7.

Nehmen wir in der Lobatschefskijschen Ebene zwei konzentrische Kreise und (Fig. 6). Sie sollen gleiche Radien haben wie die koncentrischen Kreise und in der euklidischen Ebene. Dem Zentriwinkel entsprechen auf diesen euklidischen Kreisen die Bogen und . Messen wir nun an dem Lobatschefskijschen Kreise den Bogen ab, welcher jenem euklidischen Bogen gleich ist. Diesem Bogen wird im Kreise der Zentriwinkel entsprechen, welcher natürlicherweise von verschieden ist. Ebenso wird dem Bogen auf dem Lobatschefskijschen Kreise der Zentriwinkel entsprechen. Da der Radius des Kreises größer ist als der Radius von , so wird kleiner als sein.

Nehmen wir z. B. den Radius des Kreises zweimal so groß wie jenen des Kreises , d. h.

Berechnen wir die Bogen und so, wie wenn sie zuerst den euklidischen Kreisen und und dann den Lobatschefskijschen und angehören würden, dann erhalten wir folgende Gleichungen

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Vladimir Varićak: Bemerkungen zur Relativtheorie. Bulletin des travaux de la classe des sciences mathématiques et naturelles, 1914, Seite 63. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VaricakRel1914a.djvu/18&oldid=- (Version vom 1.8.2018)