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Vorkommen. In der obersten öselschen Schicht (K) in einem Steinbruche im Walde nördlich von Lümmanda nicht häufig, und in der Fortsetzung dieser Schicht bei Oestergarn auf Gotland, wo ich 1858 ein paar Exemplare (durchweg kleiner als die öselschen) gefunden habe. Ausserdem ist die Art noch in ostpreussischen silurischen Geschieben gefunden worden. Ein Exemplar, von Lyck, hat F. Römer als L. gigantea beschrieben (s. meine frühere Arbeit); zwei andere, in der Gegend von Königsberg gefunden, haben mir in der Mascke’schen Sammlung vorgelegen. Diese Geschiebe stammen, dem Gestein und der Grösse nach, von Oesel.


Leperditia phaseolus His. sp.
1837. Cytherina phaseolus His. Leth. suec. p. 9, T. I, F. 1.
1873. Leperditia Angelini F. Schmidt l. c. S. 13–18 (cum synonym.).
1874. Lundgren, om den vid Ramsåsa och Ofvedskloster i Skåne förekommande sandstenens alder in Lunds Univers. årskrift T. X, p. 9.
1875. tyraica, Linnarsson, anteckning från en resa i Skånes silurtrackter in Geolog. föreningens förh. Bd. II, p. 280.
1877. Angelini Krause, in Zeitschr. d. deutschen geolog. Gesellsch. Bd. 29, p. 29.
1879. phaseolus, Kolmodin, Ostracoda Silur. Gotland. l. c. p. 134, T. XIX, F. 4, 5.
1881. Hisingeri, var. gracilenta, Jones in Ann. and magaz. Nov. p. 339, T. XIX, F. 6.
1881. (Zwergform), Jones, l. c. p. 340, T. XIX, F. 16.
1881. phaseolus, var. marginata Jones, l. c. p. 341, T. XIX, F. 15.
1882. F. Schmidt und Rupert Jones l. c. p. 170, 171.

Schon oben (S. 4, 5) habe ich angedeutet, dass es mir nicht leicht geworden ist, meine wohlcharakterisirte Lep. Angelini aufzugeben und die L. phaseolus His. herzustellen, die augenscheinlich Verschiedenes[WS 1] in sich schloss. Da nun nach Lindström’s Zeugniss das von Kolmodin abgebildete Hisinger’sche Originalexemplar mit der von mir als L. Angelini beschriebenen Form von Oestergarn durchaus identisch ist – der Umriss der Schaale erregte noch Zweifel in mir, obgleich die charakteristischen Flecke da sind – so zögere ich nicht länger nachzugeben und nehme an, dass das erwähnte Hisinger’sche Original dem Hisinger’schen Text entsprechend wirklich von Hoburg, also aus S.-Gotland stammt, wenn es auch im Stockholmer Museum jetzt mit ein paar schlecht erhaltenen Stücken zusammen die Etikette des secundären[WS 2] Fundorts «Strand bei Wisby» trägt.

Sehr nahe ist mit unserer Art (auch durch die Flecke) die im gleichen Niveau vorkommende L. tyraica m. aus Podolien und Galizien verwandt, so nahe, dass bei dem Vorkommniss von Ramsåsa in Schonen eine Meinungsverschiedenheit zwischen Lundgren und Linnarsson eintreten konnte. Als ich übrigens Linnarsson die ächte L. tyraica, vom Dniestr, brachte, schloss er sich Lundgren’s Meinung an, womit ich mich nach Ansicht der Exemplare nur einverstanden erklären konnte.

Das von Jones (im Novemberheft 1881 der Ann. and Magaz. T. XIX, F. 6) als L. Hisingeri var. gracilenta abgebildete Exemplar aus dem Tilestone von Kington war ich

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Veerschiedenes
  2. Vorlage:secudären
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Friedrich Schmidt: Miscellanea silurica III. , St. Petersburg 1883, Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Schmidt_Miscellanea_Silurica_III.djvu/13&oldid=- (Version vom 1.8.2018)