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Ueber den Unterricht in der hebräischen Sprache auf den Gelehrtenschulen. Ebendas. 1866. 23 S. 8 Ngr.

Stahlknecht-Schmeisser, oder der Schulbibelstreit. Leipzig, 1866. Lißner. 16 S. 3 Ngr.

Hebräische Grammatik für den Schulgebrauch. Leipzig, 1868. Hinrichs. 154 S. 18 Ngr.




Schriftsteller zu Dresden,

geboren am 9/21. Mai 1837 im Gouvernement Kaluga, besuchte das Gymnasium in Riga bis 1855, sodann von 1856 an die Universität Dorpat, wo er Jurisprudenz und diplomatische Wissenschaften studirte. Nach Absolvirung der Studien machte er große Reisen nach dem Süden, trieb Geschichte, Archäologie und schöne Wissenschaften, promovirte 1863 in Tübingen als Dr. phil. u. lebt seit 1863 meistens in Dresden.


Die Quintessenz von Machiavelli’s Regierungskunst. Untersuchungen über Bedeutung und Anwendbarkeit der Regeln des Principe. Dresden, 1865. (Als Mscr. gedruckt, aber vergriffen.)

Dichtungen. 1. Sammlung. Leipzig, 1869. Matthes. 163 S. 1 Thlr.

Pantheon. Eine ästhetische und belletristische Zeitschrift. Jahrg. 1873 redig. (Darin Vieles vom Herausgeber selbst.)

Außerdem als Publicist und Mitarbeiter bei verschiedenen politischen, wissenschaftlichen und belletristischen Zeitschriften beschäftigt.




Dr. med. u. phil. Heinrich Friedrich Germann,

seit 1861 Professor extraord. der Geburtshilfe und Gynäkologie an der Universität Leipzig, Mitglied verschiedener ärztl. und wissenschaftl. Gesellschaften,

geboren am 1. April 1820 zu Wittgensdorf bei Chemnitz, frequentirte von 1832–40 das Blochmann-Vitzthum’sche Gymnasium zu Dresden, studirte von 1840–42 Theologie und Philosophie zu Leipzig, von 1843–48 aber Medicin daselbst sowie in Prag, Wien und Pesth, promovirte 1848 in Leipzig, unternahm in den darauf folgenden Jahren Reisen zu weiterer Ausbildung in seinen Fachstudien und habilitirte sich 1849 zu Leipzig, indem er gleichzeitig eine Poliklinik gründete, welche 1856 als Staatsanstalt mit der Klinik für Geburtshilfe vereinigt wurde.


Die geburtshilfliche Poliklinik zu Leipzig in ihrem Vertheidigungskampfe gegen Hofrath Prof. Jörg. Leipzig, 1853. Voß. 116 S. 20 Ngr.

Antikritik. Leipzig, 1855. Hirschfeld.

Einrichtung und Regulativ der geburtshilflichen Poliklinik zu Leipzig. Leipzig, 1856. Voß.

Drei und zwanzig Fälle von künstlicher Erregung der Frühgeburt nebst Bemerkungen darüber. Leipzig, 1860. Gedr. bei Engelhardt.

Bericht über die Ereignisse der geburtshilflichen Poliklinik innerhalb des Decenniums von 1849–59, (in der Monatsschrift f. Geburtskunde).

Ueber innere Beckenmessung nebst Beschreibung zweier neuer Instrumente für diesen Zweck und 6 Tafeln Abbildgn., (ebendas.).

Vorschläge zur Abwehr der Syphilis und zur Milderung ihrer Folgen. Leipzig, 1873. Brauns. 3. Aufl. 53 S. 10 Ngr.

Ein offenes Wort gegen Impfung und Impfzwang. Ebendas. 1873. 96 S. 10 Ngr.

Außerdem: Verschiedene Berichte in Zeitschriften etc.
Empfohlene Zitierweise:
Wilhelm Haan: Sächsisches Schriftsteller-Lexicon. Robert Schaefer’s Verlag, Leipzig 1875, Seite 94. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:S%C3%A4chsisches_Schriftsteller-Lexicon.djvu/108&oldid=- (Version vom 14.9.2022)