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gewöhnlichen Umgange aus der Idee beybehalten haben, daß sie sich dadurch recht wohlerzogen zeigen würden.

Dieß bestätigt denn auch die Geschichte völlig. Die Geschlechtsverbindungen haben einen sehr großen und wichtigen Einfluß auf das handelnde Leben der Männer und auf die Begebenheiten der damahligen Zeit gehabt, und es hat unstreitig einen Theil der Wohlerzogenheit ausgemacht, diesen Einfluß öffentlich zur Schau zu legen.

Die Data darüber sind zu oft angeführt und zu bekannt, als daß ich sie hier wieder aufzählen sollte. [1] Wichtiger wird es mir, die Grenzen und die Natur dieses Einflusses so wie den Charakter der Verbindungen, denen man ihn zuschrieb, zu bestimmen.

Die Höfe Eduards des Dritten, und der Elisabeth in England, Karls des Sechsten und Siebenten, Franz des Ersten, Heinrichs des Vierten, Ludewigs des Dreyzehnten, und der Minorennität Ludewigs des Vierzehnten in Frankreich, stellen eine Menge von Helden auf, die sich zu Ehren ihrer Damen in die gefährlichsten Unternehmungen eingelassen haben, unter dem Ausruf ihres Nahmens Mauern erstiegen, und ihrer Leitung bey der Ausführung der wichtigsten Plane in Krieg und Frieden gefolgt sind. Andere Zeiten zeigen weniger von diesem Einflusse, und man darf daher annehmen, daß er nicht immer gleich gewesen sey. Er erstreckte sich auch nicht auf alle Stände, und ward in keinem


  1. Vergleicht Thomas Essay sur les femmes. Meiners Geschichte der Weiber. St. Foix Essays historiques sur Paris. Rolland sur les Prerogatives[WS 1] des Dames Gauloises, St. Palaye, u. s. w.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Preogatives (siehe Verbesserungen)