Seite:Raisonnirendes Theaterjurnal von der Leipziger Michaelmesse 1783.djvu/63

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was sie bey einer engern Verbindung mit ihm gewiß zu erwarten hatte, richtig ab.

Nächst diesem bestürmte Belton, Herr Opiz, mit allen Airs, und Zudringlichkeiten, eines originellen Chevaliers, der jedes Mädgen gleich beym ersten Anblik zu fesseln glaubt, Amaliens Herz. Allein, je suffisanter er auf den allgewaltigen Eindruk seiner Person, und seiner Gewandheit, bey Amalien rechnete, sie schon für eroberte Beute ansahe, desto gründlicher schloß jene, daß ein Liebhaber, der gar zu viel verspricht, immer als Ehemann am wenigsten erfüllt. Divertissement machte sie sich daraus, und sahe Beltons poßirlichen Springen um sie herum eine Weile zu, sagte ihm aber, wenn er von Feuer und Flammen schwadronirte, wenn er glühende Gegenliebe bey ihr unumgänglich voraussezte, ganz gelassen ins Gesicht, sie sey kalt wie Eis – und warf, als Albert ihn für einen gefährlichen Nebenbuhler beargwohnte, sich beschwerte,