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Seite:Proehle Maerchen fuer die Jugend.pdf/94

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Wort hervorbringen konnte. Danach reisten beide wieder nach Sicilien und der Jüngling wurde dort ein mächtiger König, beschloß auch einst den armen Mann im Walde aufzusuchen, der ihm in seinem Heimathlande viel Gutes gethan hatte und reiste dahin mit der Prinzessin mit goldenen Haaren. Bei ihm aber fand er seinen Bruder wieder, der mit seinen Reichthümern und seiner Frau so lange im Walde herumgereist war, bis er zu dem Alten gekommen, wo er Kunde von ihm zu erhalten gehofft hatte. Da nahmen sie aber den alten Mann mit sich und zogen alle mit einander nach dem Königreiche Sicilia. Und wenn sie noch nicht gestorben sind, so leben sie heute noch.


19. Die beiden Oberjägermeister.

Es war ein Bauer, der hatte viele Söhne, von denen wollte der eine ein Schäfer werden. Da gab ihm sein Vater drei Schaafe, die trieb er auf die grüne Weide vor dem Walde, denn in den Wald zu treiben hatte er ihm verboten. Am dritten Tage betrat der Schäfer selbst den Hain, darinnen zu lustwandeln, da sah er so schöne Auen voll allerlei Kräuter und Blumen, daß er vermeinte, sein Vater habe ihm darum nur diesen Hain verboten, weil er ihm die schöne Weide nicht gönnte. Er holte also seine Schaafe in den Hain und kaum waren sie darin, da kam eine alte Frau mit drei Hunden, mit Tabackspfeife und Feuerzeug, dafür verlangte sie die drei Schaafe, sagte auch, es solle sein Schaden nicht sein,

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Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 78. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/94&oldid=- (Version vom 1.8.2018)