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empfangen hatte, ein und füllte sich außerdem die Taschen mit Haselnüssen. So ging er auf’s Königsschloß, begann darin gewaltig zu hämmern, klopfte aber nur die Haselnüsse auf, die er in der Tasche hatte und verzehrte sie. Als er die aufgegessen hatte, hörte er auch auf zu hämmern, und sogleich traten die Riesen in das Gemach, darin er saß. Er aber gab ihnen die drei Kugeln und sie eilten damit zum König und zu den drei Prinzessinnen. Als diese die silberne, die goldene und die diamantene Kugel erblickten, verwunderten sie sich sehr, die dritte Prinzessin aber, der die diamantene Kugel gehörte, sagte dem Könige sogleich, daß die zwölf Riesen nur ihre beiden Schwestern auf Befehl ihres Herrn und Meisters, des Johannes der Bär, aus der Höhle heraufgewunden, dann aber sie selbst und ihren Erretter unter der Erde hätten umkommen lassen wollen. Da ließ der König den Schmied herbeiholen und alle erkannten jetzt, daß es Johannes der Bär war. Dann wurden die zwölf Riesen zur Strafe getödtet, Johannes der Bär aber heirathete die dritte Prinzessin.


30. Sim-sim-seliger Berg.

Es war einmal ein reicher Bauer, der hatte viele Spann Pferde, gönnte aber Niemand einen Pfennig und ließ die Armen mit Hunden von seinem Hofe herunter hetzen. Da ward er auf einmal krank mit seiner ganzen Familie und die Krankheit hielt lange an bei allen und machte ihn, sein Weib und seine Kinder zu guten, frommen

Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 122. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/138&oldid=- (Version vom 1.8.2018)