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Meisters stimmenden Malweise, nicht nur durch den Bericht Sandrart’s (Teutsche Akademie II, S. 286), nach dem der Meister das Bild sogar zweimal gemalt hatte, sondern auch durch den alten Stich von der Hand Luk. Kilian’s beglaubigt. – Phot. Braun VIII, 23.

Loth mit seinen Töchtern. 1972. (1972.) P 9.

Loth sitzt rechts unter der Felswand mit der einen seiner Töchter. Die andere steht ihm links gegenüber und giesst ihm Wein in den Becher, den er ihr hinhält.

Kupfer; h. 0,37; br. 0,32. – Zuerst im Katalog von 1835. – Die Urheberschaft des Heinz bei H. mit Unrecht bezweifelt.

Ecce homo. 1973. (1973.) R 12.

Die Hände auf dem Rücken gebunden, fast von vorn gesehen, steht Christus ohne Dornenkrone in lebhafter Bewegung an der Säule. Unten die Inschrift: ECCE HOMO.

Leinwand auf Fichtenholz geklebt; h. 1,14; br. 0,74. – Aus der Kunstkammer als Original des Jos. Heinz. Inv. 1722, B 355. Dem von H. übersehenen frühen Inventarzeugniss gegenüber zweifeln wir auch bei diesem Bilde, wenngleich es in seiner beträchtlicheren Grösse breiter und flauer gemalt erscheint als die vorigen, nicht an der Urheberschaft des Heinz.

Oberdeutscher Meister um 1600.

Die Hochzeit zu Cana. 1974. (1904.) O 2.

Die Tafel, an deren linken Seite Christus sitzt, zieht sich rechts bildeinwärts. Vorn links geht die Verwandlung des Wassers in Wein vor sich. Ein Diener giesst die Krüge um. Vorn in der Mitte erhebt ein auf seinen Stab gestützter Aufseher prüfend sein Glas.

Lindenholz; h. 0,96; br. 0,79. – Zuerst im Katalog von 1835.

Adam Elsheimer.

Getauft zu Frankfurt a. M, den 18. März 1578 (vergl. Bode im Jahrbuch der Pr. K. I, 1880, S. 51 ff., S. 245 ff.); gest. vermutlich 1620 zu Rom. Schüler des Ph. Uffenbach zu Frankfurt; selbständig weiterentwickelt zu einem Feinmaler und Landschaftsmaler von bahnbrechender Bedeutung. Thätig zu Rom.

Judith. 1975. (1970.) 21 a.

Kniestück auf schwarzem Grunde. Judith hält das Schwert noch in der Rechten und legt das abgeschlagene Haupt des Holofernes mit der Linken in die erhobene Schürze der rechts neben ihr stehenden alten Magd.

Kupfer; h. 0,33½; br. 0,28½. – Inv. 1722, B 117. Schon hier als Original von Elsheimer. Bei H. dem Meister nur mit einem Fragezeichen gelassen. Doch scheint das Bild in der That ein echtes Jugendwerk des Meisters zu sein. So auch Bode, Studien, S. 253.

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 627. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/659&oldid=- (Version vom 1.8.2018)