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speciosor sole et super omnem dispositionem stellarum, luci comparata invenitur prior. (2. Lib. Sap. VII, 26.) Candor est enim lucis aeternae et speculum sine macula Dei majestatis etc. 3. (Ecclesiasticus [Sirach] XXIV, 23.) Ego quasi vitis fructificavi suavitatem odoris et flores mei fructus honoris et honestatis. 4. (Ibid. 24.) Ego mater pulchrae dilectionis et timoris et magnitudinis (im Text der Vulgata steht statt dessen agnitionis) et sanctae spei.

II. Die Flügelbilder. 1. Die Innenseiten. a) Der linke Flügel. Der Erzengel Michael mit dem Stifter. Letzterer kniet, nach rechts gewandt, in einem Seitenschiffe der Kirche. Er trägt einen olivengrünen Rock, eine schwarze Kappe und erhebt anbetend die gefalteten Hände. Hinter ihm steht der buntgeflügelte Erzengel, welcher seinen Helm in der Linken hält. In der Umrahmung oben links ein Wappen. Dann die Inschrift: Hic est archangelus princeps militiae angelorum, cujus honor praestat beneficia populorum et oratio perducit ad regna coelorum. Hic archangelus Michael Dei nuntius de animabus Justis. Gratia Dei ille victor in coelis resedit. (Folgt noch, unverständlich: A pacius [?]). – b) Der rechte Flügel. Die hl. Katharina. Sie steht, nach links gewandt, in einem Seitenschiffe der Kirche. Sie trägt ein blaues mit Hermelin besetztes Kleid und eine Krone auf dem Haupte. Ihr Gebetbuch hält sie mit der Linken, mit der Rechten stützt sie sich auf’s Schwert; zu ihren Füssen liegt das Rad. – In der Umrahmung oben rechts ein Wappen.[WS 1] Ausserdem als Umschrift die folgenden Hymnenverse:

Virgo prudens anelavit ad sedem sideream,
Ubi locum praeparavit linquens orbis aream,
Granum sibi reservavit, ventilando paleam.
Disciplinis est imbuta puella coelestibus,
Nuda nudum est secuta certis ( − − x?[WS 2]) passibus,
Dum mundanis est exuta etc.

2. Die Aussenseiten. Die Verkündigung. a) Der linke Flügel. Der Engel. Als graugelbe Steinstatue, nach rechts gewandt, mit erhobener Rechten, mit dem Stabe in der Linken. b) Der rechte Flügel. Maria. Als graugelbe Steinstatue, nach links gewandt. Mit der Linken hält sie den Mantel. Ueber ihr schwebt die Taube des heiligen Geistes.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Ergänzung siehe Berichtigungen und Zusätze: Seite 263 Zeile 14 von unten. Das Wappen gehört, wie Herr Geheimrath Dielitz die Güte hatte uns mitzuteilen, der genuesischen Familie Giustiniani an.
  2. Ergänzung siehe Berichtigungen und Zusätze: Seite 263 Zeile 8 von unten. Das von uns mit einem Fragezeichen versehene Zeichen X (in dem oben noch ein kleines I sichtbar ist) ist unzweifelhaft das bekannte Zeichen für „Christus“ und hier „Christi“ (richtiger wäre „Christum“) zu lesen.
Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 263. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/295&oldid=- (Version vom 1.8.2018)