Seite:Karl Woermann Katalog der Gemäldegalerie Dresden 1887.pdf/279

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.


Die Schlacht im Thale. 744. (738.) 45 b.

Der heisse Kampf zwischen Fussvolk und Reiterei tobt in einem von Rauch- und Staubwolken erfüllten Thale, in dessen Hintergrunde eine Stadt liegt. Vorn links stürmt geharnischtes Fussvolk mit einem Fahnenträger heran. Vorn in der Mitte stürzt ein Schimmel, der seinen Reiter verloren. Rechts jagen die Reiter davon.

Leinwand; h. 1,53½; br. 2,67. – 1743 mit dem folgenden, seinem Gegenstücke, durch Algarotti aus der Casa Sagredo in Venedig.

Das Reitergefecht vor den Festungsmauern. 745. (739.) 46 b.

Die Schlacht tobt, von Rauch und Staub umwallt, im Mittelgrunde unter den Mauern der stark befestigten, von hohem Turme überragten Stadt. Vorn links und rechts sprengen Reitertruppen dem Kampfplatz zu. In der Mitte halten berittene Musiker.

Leinwand; h. 1,55; br. 2,74. – 1743 mit dem vorigen durch Algarotti aus der Casa Sagredo in Venedig.

Nach der Schlacht. 746. (740.) 46 a.

Vorn liegen Pferde- und Menschenleichen. Ein Soldat durchsucht Kleidertaschen neben einer entkleideten Leiche. Links reiten die Sieger über’s Schlachtfeld; an ihrer Spitze ein geharnischter Officier, welcher sein weisses Ross vor dem Leichenräuber anhält und das Schwert zieht.

Leinwand; h. 0,36½; br. 0,61. – Inv. 1754, II 291. – Nach H. im Inv. Gotter (vor 1736) als N. 40 oder 41; doch sprechen die Maasse dagegen.

Vor der Schlacht. 747. (741.) 46 a.

Unten im Thal steht das Heer. Vorn hält der Feldherr auf grauem Pferde, das Schwert in der Rechten, zwischen Officieren. Rechts spielen geharnischte Krieger an einem Steine; weiter vorn lehnt eine Fahne an einem Felsen,

Leinwand; h. 0,65; br. 1,17. – Inventar 1754, II 291. – Nach H. durch Gotter. Vergleiche jedoch die Bemerkungen zum vorigen.

Schüler und Nachahmer Jacques Courtois’.

Reitergefecht auf kahler Höhe. 748. (742.) Q 1.

In der Mitte versetzt ein geharnischter Reiter auf braunem Pferde dem ihm auf weissem Rosse entgegensprengenden Gegner den Todesstreich. Vorn links liegt ein totes Pferd neben seinem gefallenen Reiter.

Leinwand; h. 0,52½; br. 0,74½. – Inventar 1722, A 407, als Original von „Bourbignon“; im Inv. 1754, II 659, schon nur als „Schulbild.“ Bei H. „unbekannt.“

Auf dem Schlachtfelde. 749. (1679.) 51 b.

Leichen liegen am Boden. In der Mitte beraubt ein Mann in rotem Rocke einen Toten seines Geldbeutels, den er den neben ihm haltenden geharnischten Reitern darreicht.

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 247. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/279&oldid=- (Version vom 1.8.2018)