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Eunuchen und eine Haremsfrau, namens Pannychis, zum Geschenke. Auch seine Freunde zeichnete er, jeden nach seinem Range, durch solche Ehrengaben aus. 512 Aehnlich stellten sich auch auf einen Wink des Königs seine Verwandten bei Archelaus mit glänzenden Präsenten ein. Herodes gab ihm dann noch mit seinen Großen das Geleite bis Antiochien.


Sechzundzwanzigstes Capitel.
Die Intriguen des Spartaners Eurykles gegen die Söhne der Mariamne.

513 (1.) Nicht lange darauf kam ein fahrender Mann nach Judäa, der dem Schlaukopf Archelaus noch um vieles überlegen war, und der nicht bloß das unter seinem Einfluss zu Gunsten des Alexander so klug zustande gebrachte Versöhnungswerk vernichtete, sondern sogar für diesen die Ursache seines Unterganges wurde. Es war ein Lacedämonier, Eurykles mit Namen, den auf seiner Jagd nach Schätzen ein unseliger Stern in das Königreich geführt hatte, da ihm Hellas für seinen Aufwand nicht mehr genug Mittel bot. 514 Er machte dem Herodes prachtvolle Präsente, die aber nur den Köder für neue Beute abgeben sollten, und in der That bekam er auch sofort wieder Gegengeschenke, die vielmal größer waren, als die seinigen. Doch hatte eine harmlose Gabe etwas verächtliches in seinen Augen, es sollte ein Blutpreis sein, um den er das Königreich bewuchern wollte. 515 Er fieng darum an, den König mit seiner ebenso einschmeichelnden als gewandten Rede und mit ganz lügenhaften Selbstempfehlungen zu umgarnen. Schnell hatte er seine ganze Art studiert und nun sagte und that er alles, was dem König nur irgendwie angenehm sein konnte, weshalb er auch einer von den am liebsten gesehenen Freunden des Herodes wurde. Ein anderer Grund hiefür war auch sein Vaterland, um dessentwillen sich der König und seine ganze Umgebung vor allen für den Spartaner interessierten.

516 (2.) Sobald nun dieser heraus hatte, dass etwas faul sein müsse im königlichen Hause, wie sich die Brüder gegenseitig anfeindeten, und welche Stellung der Vater zu einem jeden einnehme, da suchte er sich, weil von Antipaters Gastfreundschaft ohnehin schon gleich anfangs in Beschlag genommen, auch dem Alexander unter der Maske der Freundschaft zu nähern, indem er ihm vorlog, dass er auch zu Archelaus seit langer Zeit in freundschaftlichem Verhältnisse stehe. Deshalb wurde er natürlich sofort wie ein ganz verlässlicher Bekannter von ihm aufgenommen. In gleicher Eigenschaft führte er sich alsbald auch bei dessen Bruder Aristobulus ein. 517 Mit allen Salben geschminkt, wusste

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Flavius Josephus: Jüdischer Krieg. Linz: Quirin Haslingers Verlag, 1901, Seite 108. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:JosephusBellumGermanKohout.djvu/108&oldid=- (Version vom 11.2.2020)