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größten Theil der Ladung ins Meer werfen ließ, auf die Insel Rhodus retten, die im Kriege mit Cassius hart mitgenommen worden war. Hier fand er bei seinen Freunden Ptolemäus und Sapphinius Aufnahme und ließ, obgleich in Geldverlegenheit, einen Dreiruderer größten Stiles bauen, 281 auf welchem er dann in Begleitung seiner Freunde nach Brundusium fuhr. Von dort eilte er nach Rom, wo er sich in Anbetracht der Freundschaft, die zwischen Antonius und seinem Vater bestanden hatte, zunächst an diese Persönlichkeit wandte und ihm seine und seines Hauses Unglücksschläge auseinandersetzte, wie er zuletzt namentlich seine theuersten Familienglieder in einer Festung, preisgegeben allen Schrecken einer Belagerung, habe zurücklassen müssen, um nach einer Meerfahrt im Winter bei ihm Schutz und Hilfe zu suchen.

282 (4.) Bei der Nachricht von dieser traurigen Wendung ward Antonius von Mitleid für Herodes ergriffen und beschloss aus Erkenntlichkeit gegen die Gastfreundschaft des Antipater, hauptsächlich aber aus Rücksicht auf die hohe Befähigung des Bittstellers, denselben Mann jetzt auf den Königsthron Judäas zu erheben, den er selbst früher bereits zum Tetrarchen befördert hatte. Nicht weniger aber, als das Wohlwollen gegen Herodes, trieb ihn dazu seine Missstimmung gegen Antigonus, den er, wie ganz natürlich, nur für einen unruhigen Kopf und Feind der Römer halten konnte. 283 Was nun Cäsar Octavianus anlangt, so kam er den Wünschen des Herodes fast zuvor. Mit Vergnügen gedachte er des Feldzuges, den Antipater an der Seite seines eigenen Vaters mitgemacht hatte, sowie dessen Gastfreundschaft und unbeschränkten Wohlwollens. Selbstverständlich ließ er auch die Energie des Herodes nicht unbeachtet. 284 Er berief alsdann den Senat, vor welchem zuerst Messala und nach ihm Atratinus im Namen des anwesenden Herodes auftraten, indem sie die guten Dienste seines Vaters, wie auch seine eigene Ergebenheit gegen die Römer des weiteren ausführten, zugleich aber auch Antigonus als einen Feind Roms hinstellten, gestützt sowohl auf die Anlässe älteren Datums, wo er sich mit den Römern überworfen hatte, als auch ganz besonders darauf, dass er gerade jetzt wieder den Thron mit Hilfe der Parther, ohne im geringsten nach den Römern zu fragen, in Besitz genommen habe. Hatten schon diese Ausführungen im Senate Bewegung hervorgerufen, so stimmte derselbe vollends dem Antrage bei, als Antonius auftrat und auch den politischen Vortheil der Erhebung des Herodes auf den Königsthron für den Partherkrieg aufzeigte. 285 Nach Schluss der Berathung verließ Herodes, rechts und links von Antonius und Cäsar geleitet, den Senat. Die Consuln mit den übrigen Staatsbehörden

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Flavius Josephus: Jüdischer Krieg. Linz: Quirin Haslingers Verlag, 1901, Seite 64. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:JosephusBellumGermanKohout.djvu/064&oldid=- (Version vom 10.2.2020)