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Ich versuchte, langsam zur Tür zurückweichend, die Leute in einigen kurzen Sätzen aufzuklären, wie ich an das Kind gekommen sei, als plötzlich die junge Mutter, die sich inzwischen der Entblätterung des Kindes zugewandt hatte, gellend ausrief: „He dat es ja jar nitt onser Jösefke, he dat es e Mädsche!“

Die Alten und sämtliche Kinder drängten sich um den Säugling, um sich von dieser neuen, seltsamen Tatsache zu überzeugen.

Ich wollte die Verwirrung benutzen und mich still und anspruchslos drücken: bereits hatte ich die Klinke in der Hand, als man allgemein meiner gedachte.

Brutal wurde ich gepackt und ins Zimmer zurückgerissen.

„Mer sollt zur Pollezei schicke!“ schrie die Alte, die mir rücksichtslos das schlecht verpackte Kind unter den Arm schob.

Brüllen. Kreischen. Johlen. Die Faust tanzte mir vor der Nase. Von allen Seiten wurde ich gezwickt und geschoben.

Da kam mir in höchster Not ein rettender Gedanke.

Mit dem Rest meiner Kräfte begann ich einen schauerlichen, gliederverrenkenden Tanz auszuführen, dazwischen brüllte ich:

„Huaoooh, huuuuuuuuaooooh, Kresooooooot, Yohimbiiiiiiiiiiiin, huuuuuuuuaoooohh .... !!“ Schaum trat mir vor den Mund.

Man stob entsetzt auseinander und flüchtete ins Nebenzimmer.

Ich schleuderte das Balg auf das Sofa, erreichte die Tür und flog in gewaltigen Sätzen die Treppe hinunter. Ein Handbesen, geschickt geschleudert, traf mich noch ins Kreuz.

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Hermann Harry Schmitz: Der Säugling und andere Tragikomödien. Leipzig: Ernst Rowohlt Verlag, 1911, Seite 31. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Hermann_Harry_Schmitz_Der_Saeugling.djvu/031&oldid=- (Version vom 17.8.2016)