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die erste Etage. Die Wohnung Bötels auf der dritten Etage war zu leeren. Küllekopps und Treskes, die neuen Mieter, zogen in die frei gewordenen Etagen, die zweite und dritte.

Das war der klare und logische Feldzugsplan, auf den die Möbeltransporteure eingestellt waren. Auf vier Kolonnen mit je fünf Mann war die Gesamtarbeit verteilt. Kolonne 1 hatte Pullckes Möbel aus der ersten Etage auf die Straße zu schaffen, Kolonne 2 den Umzug des Murmelschen Hausrats von der zweiten Etage in die erste Etage zu bewirken. Kolonne 3 war geschaltet, den Möbelwagen mit Küllekopps Mobiliar auszupacken und die Möbel aud die zweite Etage zu transportieren, Kolonne 4 den Möbelwagen von Treskes zu leeren und deren Sachen in die dritte Etage zu schaffen.

Das Auspacken der beiden Möbelwagen durch Kolonne 3 und 4 geschah ohne Hast, mit einer gewissen Brutalität gefühlloser Mechanik. Manches abgebrochene Stuhlbein oder Tischbein, eingedrückte Schränke, zersprungene Spiegel, verkratzte Polituren und sonstige Schäden waren das Resultat dieses Systems.

Das Nußbaumbüfett, das Prachtmöbel der Pullckeschen Einrichtung, verließ als erstes Stück die Wohnung. Man hatte gutgläubig alles Porzellan und Kristall im Büfett gelassen, im Vertrauen auf den Agenten mit den treuen Augen. Das Büfett mußte schräg transportiert werden, weil es sich auf der Treppe sperrte. Der zerbrechliche Inhalt rutschte mit dumpfem Geklirr, dem Gesetz der Schwere folgend, bei diesen fortgesetzten schiefen Lagen des Büfetts hin und her. Öfters machte es innen: klingpäng.

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Hermann Harry Schmitz: Buch der Katastrophen. Kurt Wolff Verlag, Leipzig 1916, Seite 170. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Hermann_Harry_Schmitz-Buch_der_Katastrophen-1916.djvu/168&oldid=3327555 (Version vom 1.8.2018)