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mich allein behalten und nur die Freuden mit dir theilen, blos um sie dich doppelt empfinden zu lassen.

Louise. Gutmüthiger Schwäzer!

Henriette. Stopf ihm das Maul, Mädchen! er wird sonst heute nicht fertig

Louise (ihn küssend) Wenn ich dadurch das Uebel nur nicht noch ärger mache –

Jakob. Getroffen! Louischen versteht sich eben so gut auf Ursach und Wirkung, als ich mich selbst – nun erst könnt’ ich reden, bis mir die Zunge den Dienst und die Sprache die Worte versagte – aber ob ich reden werde –? das ist eine andre Frage – nur eins noch, Louischen! Versprich mir hier in Gegenwart aller: mir von heut an alles zu sagen, was dir an mir nicht gefällt, all meine Flekken und Fehler, klein und groß, alt und jung.

Louise. Sobald du mir ein Gleiches versprichst.

Empfohlene Zitierweise:
Karl Ferdinand Daniel Grohmann: Wohlthat für Wohlthat, ein Schauspiel in zween Aufzügen. J. C. D. Müller, Riga 1790, Seite 150. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grohmann_-_Wohlthat_f%C3%BCr_Wohlthat.pdf/48&oldid=- (Version vom 29.12.2023)