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Seite:Goethe Götz von Berlichingen WA Bd 8 108.jpg

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Maria. Weh! Weh!

Götz. Wir werden uns vertheidigen so gut wir können.

Maria. Mutter Gottes, hab’ Erbarmen mit uns!

Götz. Und am Ende werden wir sterben, oder uns ergeben. – Du wirst deinen edeln Mann mit mir in Ein Schicksal geweint haben.

Maria. Du marterst mich.

Götz. Bleib! Bleib! Wir werden zusammen gefangen werden. Sickingen, du wirst mit mir in die Grube fallen! Ich hoffte du solltest mir heraushelfen.

Maria. Wir wollen fort. Schwester, Schwester!

Götz. Bringt sie in Sicherheit, und dann erinnert euch meiner.

Sickingen. Ich will ihr Bette nicht besteigen, bis ich euch außer Gefahr weiß.

Götz. Schwester – liebe Schwester! (Küßt sie.)

Sickingen. Fort, fort!

Götz. Noch einen Augenblick – Ich seh’ euch wieder. Tröstet euch. Wir sehn uns wieder.

Sickingen, Maria ab.

Götz. Ich trieb sie, und da sie geht möcht’ ich sie halten. Elisabeth, du bleibst bei mir!

Elisabeth. Bis in den Tod. (Ab.)

Götz. Wen Gott lieb hat, dem geb’ er so eine Frau!

Empfohlene Zitierweise:
Johann Wolfgang von Goethe: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Weimar: Hermann Böhlau, 1889, Seite 108. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Goethe_G%C3%B6tz_von_Berlichingen_WA_Bd_8_108.jpg&oldid=3320680 (Version vom 1.8.2018)