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zurück. Geschnitzte Vorhangdraperien und ein Baldachindach mit Quastenreihen geziert, umfassen die Altarnische für das Bild des Titelheiligen. In der Höhe schließt den Altar die Figurengruppe einer Krönung Mariens zur Himmelskönigin.

Das Antependium der Mensa (Abb. 438) ist getriebene Arbeit, Kupfer, versilbert und vergoldet, mit dem Martyrium Wenzels an der Kirchenpforte als Mittelstück zwischen reicher Ornamentierung mit den Brot- und Weinsymbolen. Der ursprünglichen Aufstellung in einer Wenzelskirche entsprechen auch die flachen vergoldeten Holzreliefs im Unterbau des Altarprospektes mit folgenden sechs Darstellungen aus dem Leben Wenzels:

1. Der heilige König als Getreidedrescher, dem ein Engel die Garben legt. 2. Der heilige König arbeitet an der Weinpresse. 3. Landschaft mit dem Bilde einer Burg auf Felsen, ohne Figuren. 4. Felsige Landschaft ohne Figuren mit einer Kirche. 5. Der heilige König dient den Armen bei der Mahlzeit. 6. Das Martyrium des h. Wenzel an der Kirchentüre zu Altbunzlau.

Seitenaltäre. Auf dem einfachen Seitenaltar im Presbyterium steht die bemalte Holzfigur einer Rosenkranzkönigin

Empfohlene Zitierweise:
Anton Gnirs: Topographie der historischen und kunstgeschichtlichen Denkmale in den Bezirken Tepl und Marienbad. Filser, Augsburg 1932, Seite 482. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gnirs-Tepl-Aegidius_p475-492.djvu/8&oldid=- (Version vom 3.9.2017)