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Die Bilder der vier lateinischen Kirchenlehrer Ambrosius, Augustinus, Gregor, Hieronymus schmücken die Zwickel im Gewölbe des Presbyteriums, während im Langhaus in den gleichen Zwickeln Apostelbilder erscheinen (Abb. 430, 433).

Zur Reihe der Fresken in der Dekanalkirche zählen dann noch die Deckenbilder der Oratorien (Abb. 434, 435). Die Bilder König Davids und der h. Cäcilia an der Wand des Orgelchors sind Arbeiten des Malers A. Waller aus dem J. 1896.

Die innere Einrichtung der Dechanteikirche. Der Hochaltar (Abb. 437) war aus der aufgelassenen Klosterkirche zu S. Wenzel in Chotieschau nach Tepl um das J. 1785 übertragen und hier in der Dechanteikirche aufgestellt worden. In seinem monumentalen Altarprospekt stand als Mittelstück eine Statue des Titelheiligen, die am neuen Aufstellungsplatz nicht verwendet werden konnte. Sie steht jetzt im Stifte Tepl (Museum) (Abb. 439). An ihrer Stelle hängt ein Altarblatt mit dem Bilde S. Ägids von Johann Christoph. Den Aufbau bildet ein zu einer Bühnenwirkung zusammengesetzter Altarprospekt mit Kulissenstellungen im Hintergrund. In seine Portalarchitektur fügen sich die Standbilder zweier auf den Mensaaufbau gestellten Heiligen. Die gewöhnlichen Motive des Altarbaues treten hier im Prospekt

Empfohlene Zitierweise:
Anton Gnirs: Topographie der historischen und kunstgeschichtlichen Denkmale in den Bezirken Tepl und Marienbad. Filser, Augsburg 1932, Seite 481. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gnirs-Tepl-Aegidius_p475-492.djvu/7&oldid=- (Version vom 3.9.2017)