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Daneben besuchte aber Daniel wiederholt Paris, wohin ihn seine alten Beziehungen zogen, hielt sich sogar kurz vor seinem Tode noch sechs Wochen dort auf.

In der französischen Hauptstadt gebildet und im geistigen Verkehr mit dortigen wissenschaftlichen Größen herangewachsen, vereinigte er die besten Eigenschaften des Gelehrten mit der Umsicht und Erfahrung des Kaufmanns. Als Schriftgießer, Drucker, Sortimenter und Verleger stand er (1655 bis 1680) an der Spitze eines der größten buchhändlerischen Geschäfte und hob dieses durch seine überall eingreifende kluge Thätigkeit trotz der Kriege auf eine noch stolzere Höhe, als es vorher eingenommen hatte. In den Jahren 1665 bis 1667 spielte der Krieg zwischen England und den vereinigten Provinzen; 1672 aber fiel Ludwig XIV. in das Land ein und erst 1678 kam es zum Frieden. Daniel ließ sich jedoch durch diese dem Büchermarkte so ungünstigen Zeiten nicht abschrecken und verlegte zwischen 1667 und 1672 mehr als 100, von 1675 aber bis 1680 an 90 Werke. Ihm zur Seite standen allerdings tüchtige Mitarbeiter, wie der Deutsche Jakob von Zetter (Zetterus), welcher noch nach dem Tode des Chefs bis zur Auflösung des Geschäfts in diesem aushielt, und der Baseler Heinrich Wettstein, welcher sieben Jahre, 1669 bis 1676, in Elsevierschen Diensten stand, im letztgenannten Jahre heiratete, sich dann selbständig in Amsterdam niederließ und sich zu großer Bedeutung emporarbeitete. Diese beiden Gehilfen besuchten abwechselnd oder auch gemeinschaftlich die frankfurter Messen, welche das Erlöschen der Elsevierschen Firma empfindlicher fühlten als manche andern harten Schläge, die sie schon um die Wende des 17. und 18. Jahrhunderts mehr und mehr zur Bedeutungslosigkeit herabdrückten.

John Locke nannte mit Recht den Tod Daniel Elseviers einen öffentlichen Verlust. Mit ihm wurde zugleich das Prestige und die unbedingte Überlegenheit der holländischen Druckerthätigkeit zu Grabe getragen. Ziemlich gleichzeitig mit Daniel Elsevier starben nämlich Johann Blaeu (1673), die Steucker und Jansson von Waesberghe (1681), Abraham Wolfgang (1693) und wenig später der letzte Hack. Der Elseviersche Verlag brachte auf der im Juli 1681 abgehaltenen Auktion 120000 Gulden = 204000 Mark, während das aus 20000 Bänden bestehende Sortimentslager (Bibliopolium, Librairie ancienne et moderne) ein ziemlich befriedigendes Ergebnis lieferte. Der Glanz des Elsevierschen Namens erlosch

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Friedrich Kapp: Geschichte des Deutschen Buchhandels Band 1. Verlag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Leipzig 1886, Seite 520. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Geschichte_des_Dt_Buchhandels_1_08.djvu/073&oldid=- (Version vom 1.8.2018)